22:14 15 Dezember 2019
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    Autoschlange vor einer Tankstelle in Teheran. 15. November 2019

    Iraner protestieren gegen höhere Benzinpreise - Video

    © AP Photo / Vahid Salemi
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    Iranische Bürger demonstreiren gegen die Erhöhung der Benzinpreise. Einer Meldung der Nachrichtenagentur IRNA zufolge fanden am Freitag in mehreren Städten der Islamischen Republik Protestaktionen statt.

    Die Aktion in Maschhad mit zahlreichen Teilnehmern wurde von der Polizei schnell aufgelöst. Ähnliche Demonstrationen wurden auch aus Schiras, Birdschand, Ahwas und einigen anderen Städten gemeldet.

    Empörte Einwohner in Sirdschan versuchten, ein örtliches Erdöldepot in Brand zu setzen, scheiterten aber an einem Polizeiaufgebot. Ein Demonstrant kam nach Angaben der Agentur ISNA ums Leben. Genaue Umstände seines Todes sind noch nicht bekannt.

    Benzinquoten und höhere Preise

    ​Zuvor hatten die iranischen Behörden beschlossen, zum 15. November Quoten für Benzin einzuführen und zugleich die Preise um ein Drittel anzuheben. Jetzt beträgt der Literpreis innerhalb der Quote 15.000 Rial (0,315 Euro). Wer über die Quote hinaus kauft, muss das Doppelte zahlen. Die Quote beträgt 60 Liter pro Monat. Zuvor hatte ein Liter Benzin im Iran 10.000 Rial gekostet.

    ​​Präsident Hassan Rohani zufolge sollen mit der Maßnahme vor allem minderbemittelte Bevölkerungsschichten unterstützt werden. Die durchschnittlichen Löhne im Iran schwanken zwischen 436 Euro bei Babysittern, 1.160 Euro bei Schullehrern und 3.250 Euro bei Zahnärzten.

    ​Schon seit längerer Zeit wollte die Regierung in Teheran die Benzinpreise erhöhen, hat es aber aus Angst vor einer Verschärfung der Inflation - und vor landesweiten Protesten - immer wieder verschoben. Der Benzinpreis gilt im Iran als die "Mutter aller Inflationen", weil danach alles im Land teurer wurde.

    am/sb

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    Tags:
    Opfer, Proteste, Erhöhung, Benzinpreise, Iran