01:56 26 Februar 2020
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    Die Europäische Zentralbank (EZB) hat vor Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems im Euroraum gewarnt. Laut einem EZB-Bericht, der am Mittwoch vorgelegt wurde, müssen die Behörden angesichts der anhaltenden Konjunkturschwäche und der äußerst niedrigen Zinsen gegen die dadurch entstehenden Schwachstellen vorgehen.

    Der EZB-Vizepräsident Luis de Guindos sagte am Mittwoch bei der Vorlage des halbjährlichen Stabilitätsberichts, dass die Niedrigzinsen zwar die Wirtschaft unterstützen würden, aber ein daraus resultierender Anstieg der Risikobereitschaft mittelfristig Probleme für die Finanzstabilität schaffen könnte. Die Behörden müssten mit allen Mitteln gegen den Aufbau solcher Schwachstellen vorgehen.

    Laut dem Bericht bewertet die EZB hohe Schuldenstände und Haushaltsdefizite in manchen Euro-Ländern als weitere Problemfaktoren. Sollte sich die Konjunktur erheblich eintrüben, könnten Staaten mit fragilen Finanzen am Markt wieder in den Fokus rücken. Zudem hätten sich die Ertragsperspektiven der Banken weiter eingetrübt. Dazu komme, dass Investmentfonds, Versicherer und Pensionsfonds auf der Jagd nach Rendite riskantere Investments eingegangen seien.

    Bei unerwarteten Kurskorrekturen könne dies Folgen für das gesamte Finanzsystem haben, heißt es weiter im Bericht. Auch die steigenden Wohnimmobilienpreise in manchen Ländern bereiten der EZB Sorgen. Im Schnitt seien die Preise im Euro-Raum um mehr als sieben Prozent überbewertet. Dabei gebe es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern.

    mka/gs

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    Tags:
    Stabilität, Euroraum, Europäische Zentralbank (EZB)