06:00 29 Februar 2020
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    Der weltweite Handel ist in diesem Jahr nach einer Studie des Kreditversicherers Euler Hermes um bloß 1,5 Prozent gewachsen, teilte die deutsche Tochtergesellschaft des Konzerns am Sonntag mit. Dies sei teilweise auf Unsicherheit und Tarifwachstum in Zusammenhang mit dem Handelskonflikt zwischen China und den USA zurückzuführen.

    Das sei das niedrigste Wachstum der vergangenen zehn Jahre, hieß es. Die Wachstumsrate bezieht sich auf die Menge der gehandelten Güter. Gemessen am Wert werde Ende dieses Jahres nach den Hochrechnungen der Experten sogar ein Minus von 1,7 Prozent zu Buche schlagen, das vor allem dem Einbruch bei den Rohstoffpreisen geschuldet sei.

    Um die Exportleistungen der Länder bei Waren und Dienstleistungen global vergleichbar zu machen, haben die Volkswirte von Euler Hermes die nationalen Währungen und den Euro auf US-Dollar umgerechnet. Da der Dollar im Laufe des Jahres erheblich wertvoller geworden ist, verlieren zugleich Exporte aus dem Euro-Raum relativ an Wert.

    Neben dem schwachen Wirtschaftswachstum könne ein beträchtlicher Teil der Einbußen direkt auf die großen Unsicherheiten und die höheren Zölle durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China zurückgeführt werden. Im laufenden Jahr seien 1291 neue Handelsbarrieren errichtet worden, nach einem Rekord von 1382 im Vorjahr. Die USA hätten sich auf ein Zollniveau von durchschnittlich acht Prozent wie zuletzt in den 70er Jahren zurückentwickelt. Ende 2017 waren es noch drei Prozent.

    msch/dpa

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    Tags:
    Dienstleistungen, Waren, Welthandel