08:20 11 Juli 2020
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    Die Europäische Kommission schlägt vor, die nächste Runde der dreiseitigen Konsultationen zum Gas-Transit mit Russland und der Ukraine auf Ministerebene Anfang Dezember durchzuführen. Dies teilte eine nicht genannte Quelle in den EU-Strukturen gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti mit.

    „Nach politischen Kontakten mit der russischen und der ukrainischen Seite schlagen wir eine nächste Runde dreiseitiger Beratungen auf Ministerebene Anfang Dezember vor“, teilte der Gesprächspartner mit.

    Der Vertrag zum Transit des russischen Gases in die EU über das ukrainische Territorium läuft Ende dieses Jahres ab.

    Die dreiseitigen Konsultationen Russlands, der Ukraine und der Europäischen Kommission über das Schicksal dieses Transits nach 2019 laufen seit Mitte des vorigen Jahres, das letzte Treffen auf Ministerniveau fand Ende Oktober statt, danach wurden Verhandlungen auf technischem Niveau abgehalten. Es wurden jedoch keine konkreten Beschlüsse gefasst.

    Gazprom schickte Naftogaz am 18. November den offiziellen Vorschlag, den Transitvertrag entweder zu verlängern oder einen neuen für ein Jahr abzuschließen – unter Berücksichtigung einer prognostizierten Nachfrage in der EU –, und für beide Seiten als obligatorische Bedingung den Verzicht auf Ansprüche in Gerichten und Antimonopolbehörden festzulegen. Gazprom wartet zudem auf die Kiews Position bezüglich der Bereitschaft, russisches Gas ab 2020 direkt anzukaufen.

    Wie berichtet wurde, hatte der Konzern Naftogaz Ukrainy Gazprom eine Antwort auf den Vorschlag gerichtet – das Unternehmen schlägt vor, die Verhandlungen im dreiseitigen Format mit Beteiligung der Europäischen Kommission fortzusetzen.

    ek/sb/sna

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    Tags:
    EU, Europäische Kommission, Verhandlungen, Gastransit, Konsultationen, Naftogaz, Gazprom