14:03 14 Dezember 2019
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    Windkraftanlagen (Symbolbild)

    Griechenland plant 44 Milliarden Euro für erneuerbare Energien

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    Wirtschaft
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    Griechenland will in den nächsten zehn Jahren rund 44 Milliarden Euro in den Wechsel zu erneuerbaren Energien stecken. Die Investitionen sollen vor allem aus öffentlichen Geldern sowie mit Mitteln der EU gestemmt werden, wie die Regierung in Athen mitteilte.

    Auch sonstige ausländische Investitionen seien eingeplant, hieß es am Donnerstag. Das Mittelmeerland will den Angaben zufolge in den kommenden acht Jahren sämtliche Kohlekraftwerke schließen. Bis dahin soll der Anteil von Wind-, Sonnen- und Wasserkraft auf mindestens 35 Prozent erhöht werden. Im Jahr 2016 waren es 15 Prozent. Rund zwei Milliarden Euro sind bis 2030 für die Bewältigung von Naturkatastrophen eingeplant, die auf den Klimawandel zurückgeführt werden.

    "Der Klimawandel ist da und wir bekommen die Folgen täglich zu spüren", sagte Umwelt- und Energieminister Kostis Hatzidakis vor Journalisten.

    Erst in dieser Woche starben bei Überflutungen drei Menschen. Auch kommt es in Griechenland immer wieder zu Waldbränden. Im Juli 2018 wurden über 100 Menschen getötet, als sich die Flammen durch ein Küstendorf fraßen.

    Internationale Klimaproteste

    Vor Beginn der Weltklimakonferenz in Madrid wollen am Freitag erneut Tausende Menschen in aller Welt fpr mehr Klimaschutz auf die Straße gehen. Der deutsche Ableger der Klimabewegung Fridays for Future kündigte Aktionen in mehr als 500 Städteb hierzulande an.

    „Klimanotstand” in Europa

    Zuvor war berichtet worden, dass das Europaparlament in Straßburg den „Klimanotstand” für Europa ausgerufen hatte. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag mit großer Mehrheit für eine entsprechende Resolution. Die Resolution ist ein symbolischer Akt, der aber Druck für konkrete Gesetzgebung aufbauen soll. Damit solle unterstrichen werden, dass wegen des Klimawandels dringend gehandelt werden müsse, erklärte das Parlament. Die Parlamentarier forderten in der Resolution die EU-Kommission, die Mitgliedstaaten und die globalen Akteure auf, umgehend konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. Außerdem müsse die neue EU-Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen ihre gesamte Arbeit auf Folgen für Klima und Umwelt abklopfen.

    ai/rtr

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    Tags:
    Klima, erneuerbare Energien, Griechenland