14:18 14 Dezember 2019
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    Proteste der Amazon-Arbeiter in Deutschland (Archivbild)

    Amazon-Beschäftigte in Deutschland beginnen mit mehrtägigen Streiks für Tarifvertrag

    © AFP 2019 / DPA / UWE ZUCCHI
    Wirtschaft
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    Beschäftigte des Onlineversandhändlers Amazon in Deutschland haben an den Schnäppchentag Black Friday einen Streik angeknüpft: In der Nacht zum Freitag haben sie an allen Standorten mit mehrtägigen Streiks für einen Tarifvertrag begonnen. Dies teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit.

    Demnach fordern die Beschäftigten einen Tarifvertrag für „existenzsichernde Löhne und gute und gesunde Arbeit“. Die Streiks würden bis einschließlich Cyber Monday (in diesem Jahr am 2. Dezember) dauern, wo Online-Shops Rabatte vergeben, um Käufer anzulocken.

    „Amazon bewirbt den Black Friday und den Cyber Monday mit extremen Preisnachlässen. Die Beschäftigten bei Amazon sagen dagegen: Ihre harte Arbeit ist nicht zu Schleuderpreisen zu haben“, äußerte Orhan Akman, ver.di-Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel.

    Betroffen seien die Standorte Leipzig in Sachsen, Bad Hersfeld in Hessen, Koblenz in Rheinland-Pfalz, Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen und Graben in Bayern.

    Verdi kämpft seit Jahren dafür, dass die Amazon-Beschäftigten einen Tarifvertrag bekommen und nach dem Tarif für den Einzel- und Versandhandel bezahlt werden.

    Der Onlineriese Amazon weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurück und bezeichnet sich als „fairen Arbeitgeber“. „Wir bezahlen am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist und überprüfen jährlich unsere Löhne“, erklärt das Unternehmen. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Zusatzleistungen.

    Im Juli hatten Beschäftigte von sieben deutschen Amazon-Versandzentren ihre Arbeit niedergelegt und bereits ein Tarifeinkommen gefordert – jedoch erfolglos.

    asch/ae

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    Tags:
    Deutschland, Tarifvertrag, Tarif, Streik, Amazon