15:12 14 Dezember 2019
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    Daimler will binnen drei Jahren weltweit Tausende Stellen streichen

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    Wirtschaft
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    Der deutsche Autobauer Daimler hat seine Sparpläne konkretisiert und will nach seinen Angaben bis Ende 2022 weltweit Tausende Jobs streichen.

    Wie der Konzern am Freitag mitteilte, wollte Daimler freiwerdende Stellen nicht nachbesetzen. Dazu sollten die Altersteilzeit ausgeweitet und Mitarbeitern in der Verwaltung in Deutschland Abfindungen angeboten werden. Betriebsbedingte Kündigungen solle es an den deutschen Standorten nicht geben.

    Mitte des Monats hatte Vorstandschef Ola Källenius schon angekündigt, konzernweit rund 1,4 Milliarden Euro Personalkosten einsparen und jede zehnte Management-Stelle streichen zu wollen, aber keine Details genannt. Mit Stellenabbau und einem Einfrieren der Investitionen will Daimler den anhaltenden Gewinnschwund bekämpfen.

    100 Millionen Euro Strafgeld für Daimler, BMW und VW

    Zuvor hatte das Bundeskartellamt Strafgelder gegen Daimler, BMW und Volkswagen verhängt. Die Strafgelder betragen insgesamt rund 100 Millionen Euro und wurden wegen wettbewerbswidriger Praktiken beim Einkauf von Langstahl verhängt.

    Vertreter von BMW, Daimler und Volkswagen hätten sich zweimal pro Jahr regelmäßig mit Stahlherstellern, Schmieden und großen Systemzulieferern getroffen, um sich über einheitliche Preiszuschläge beim Einkauf von Langstahl auszutauschen, wie der Pressedienst des Bundeskartellamtes am Donnerstag meldete.

    Laut der Agentur Reuters werden auf BMW 28 Millionen Euro und auf Daimler 23,5 Millionen Euro entfallen. Allerdings seien die verhängten Bußgelder noch nicht rechtskräftig und gegen die Bescheide könnten die Unternehmen auch Einspruch einlegen, über den das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden würde.

    ns/ae/dpa

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    Tags:
    Bußgeld, Volkswagen AG, Autohersteller BMW, Daimler AG, Stellenabbau, Deutschland