17:00 19 Januar 2020
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    Mehrere Tausend Stahlarbeiter des Konzerns Thyssenkrupp gehen heute in Duisburg auf die Straße. Sie bangen um ihre Jobs und demonstrieren für mehr Investitionen in Produktionsanlagen. Der Aufsichtsrat des Unternehmens will am Nachmittag mit Beratungen über eine vom Stahlvorstand erarbeitete Zukunftsstrategie beginnen.

    Der Tarifvertrag über den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen solle verlängert werden, forderte der stellvertretende Aufsichtsratschef  von Thyssenkrupp Steel, Detlef Wetzel von der IG Metall. Aus seiner Sicht sind zudem dringend mehr Investitionen erforderlich.

    Die Stahlsparte sei „regelrecht ausgehungert”, kritisierte Wetzel. Derzeit seien Investitionen in Höhe von 570 Millionen Euro jährlich geplant, teilte das Unternehmen mit.

    Stahlsparte unter Druck

    Bei dem Industriekonzern Thyssenkrupp kriselt es seit langem. Auch das Stahlgeschäft mit rund 27.000 Angestellten steht unter Druck, weil die geplante Fusion der Sparte mit dem europäischen Zweig des indischen Konzerns Tata am Widerstand in der EU gescheitert war. Nach der Absage aus Brüssel tritt auch ein Tarifvertrag mit Beschäftigungsgarantien bis zum Jahr 2026 nicht in Kraft.

    jeg/mt/dpa

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    Demonstration, Mitarbeiter, ThyssenKrupp, Stahl, Duisburg