18:35 28 Oktober 2020
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    Die deutsche Industrie befindet sich weiter im Abwärtstrend. Im Oktober haben die Betriebe ihre Gesamtproduktion erneut zurückgefahren, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

    Demnach verringerte sich die gesamte Herstellung im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent. Analysten wurden von der schwachen Entwicklung überrascht. Sie hatten durchschnittlich mit einem leichten Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

    Bereits im Vormonat war die Produktion gesunken. Das Bundesamt meldete für September einen Rückgang um 0,6 Prozent und bestätigte damit vorläufige Ergebnisse. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel die Produktion im Oktober um 5,3 Prozent und damit deutlich stärker als erwartet.

    Indes gab es einige Lichtblicke innerhalb des Industriesektors. So stieg die Produktion von Vorleistungsgütern um 1,0 Prozent und die von Konsumgütern um 0,3 Prozent.

    Einen deutlichen Dämpfer gab es hingegen bei Investitionsgütern, deren Produktion um 4,4 Prozent schrumpfte. Bei der Energieerzeugung wurde für Oktober ein Anstieg im Monatsvergleich gemeldet. In der Bauindustrie gab es hingegen ebenfalls einen Dämpfer.

    Experte prognostiziert deutscher Industrie eine Talfahrt

    Zuvor hatte der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands BDI, Joachim Lang, gesagt, dass die deutsche Industrie 2019 tief in die Rezession gerutscht sei. Ursachen dafür seien offenbar der anhaltende Zollkonflikt und die schwache Weltwirtschaft.

    Durch die abschwächende Konjunktur sei vor allem die verarbeitende Industrie betroffen, so der Experte.

    Für 2019 gehe der BDI davon aus, dass die deutschen Ausfuhren um gerade einmal ein halbes Prozent zulegen, nach einem Plus von 2,1 Prozent im Vorjahr. Zuletzt lag das Exportplus im Jahr 2009 – und damit in den Zeiten der Weltfinanzkrise – niedriger als in diesem Jahr.

    ns/ae/dpa  

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    Tags:
    Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Statistisches Bundesamt, Rückgang, Produktion, Industrie, Deutschland