11:48 10 Juli 2020
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    Die USA erwägen die Möglichkeit, einige ausländische Filialen von Amazon, darunter auch die in Deutschland, in eine Liste der globalen Marktplätze aufzunehmen, die mit Fälschungen handeln. Dies schrieb die amerikanische Zeitung „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf Quellen.

    Nach Angaben der Zeitung, könnten solche Maßnahmen vom Amt des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten ergriffen werden. Das Amt veröffentlicht jährlich eine Liste von Handelsplattformen, die angeblich Fälschungen und Raubkopien verkaufen oder den Verkauf erleichtern sollen.

    Laut der Zeitung gab es Aufrufe von anderen Händlern, fünf ausländische Amazon-Handelsplattformen, darunter auch „amazon.de“, auf die Liste zu setzen. Die Liste soll in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. Nach Angaben der Quellen des „Wall Street Journal“ gab es letztes Jahr eine ähnliche Initiative, die aber scheiterte.

    Bis heute ist die bekannteste Firma auf der Liste der Unternehmen, die angeblich in den Handel von gefälschten Produkten involviert sind, die Webseite Taobao.com, die dem größten Internet-Unternehmen von China, der Alibaba Group, angehört, schrieb die Zeitung.

    In einem Statement gegenüber dem „Wall Street Journal“ erklärte Amazon, dass das Unternehmen Fälschungen strikt verbiete und es erheblich investieren würde, um „unser Geschäft, unsere Kunden und unsere Marken zu schützen“.

    Weihnachtsdeko mit Auschwitz-Motiven

    Vor einigen Tagen wurde das Unternehmen wegen seiner Produkte heftig kritisiert. So hatten zuvor mehrere Amazon-Kunden Weihnachtsdekorationen mit Motiven des Vernichtungslagers Auschwitz auf der Webseite bemerkt und sich darüber beschwert. Der Versandhändler soll durch ein anderes Unternehmen auf dem Amazon Marketplace Weihnachtsbaum-Anhänger in Stern- und Glockenform mit Abbildungen von Auschwitz verkauft haben.

    Die Vertreter der Gedenkstätte Auschwitz reagierten darauf empört via Twitter: „Der Verkauf von Weihnachtsornamenten mit Bildern von Auschwitz ist unangemessen. Auch Auschwitz-Bilder auf einem Flaschenöffner sind verstörend und respektlos“, hieß es in einer Twitter-Notiz.

    dg/ae

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    Tags:
    Deutschland, USA, Amazon