19:51 16 Juli 2020
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    Der russische Botschafter in Bulgarien, Anatoli Makarow, hat erklärt, dass der bulgarische Premierminister Bojko Borissow ihm versprochen habe, das russische Gas im Rahmen von Turkish Stream bereits ab dem 31. Mai des nächsten Jahres über das bulgarische Territorium nach Serbien zu befördern.

    „Ich habe ihn direkt gefragt: Herr Bojko Borissow, wann fließt das russische Gas nach Serbien (über Bulgarien – Anm. d. Red.)? Er sagte: Am 31. Mai. Ich fragte: Am 31. Mai? Okay, ich melde nach Moskau, dass das Gas aus Russland am 31. Mai über die Balkan-Gaspipeline (Balkanteil des Turkish Stream – Anm. d. Red.) nach Serbien befördert wird“, teilte Makarow während einer Videokonferenz russischer und bulgarischer Parlamentarier mit.

    Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin Bulgarien wegen der Verzögerung beim Bau seines Abschnitts von Turkish Stream kritisiert. Borissow erwiderte, dass der Bau in Übereinstimmung mit den EU-Forderungen erfolge, und lud Putin ein, den Bauprozess persönlich zu inspizieren.

    Die Pipeline Turkish Stream besteht aus zwei Strängen mit einer Durchsatzkapazität von je 15,75 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr. Der Unterwasserteil der Gasleitung wird etwa 930 Kilometer lang sein.

    Das Gas im ersten Strang ist ausschließlich für die Türkei bestimmt. Der zweite Strang soll über die Türkei in die Länder Süd- und Südosteuropas (Serbien, Ungarn) führen. Bulgarien beteiligt sich als Transitland an dem Projekt und baut zurzeit seine Gastransportnetze aus, deren Fertigstellung bis Mitte 2020 geplant ist.

    Laut dem Geschäftsführer von Bulgartransgaz, Wladimir Malinow, soll der nur elf Kilometer lange bulgarische Pipeline-Abschnitt Ende dieser Woche mit Erdgas befüllt werden. Die Türkei werde ihrerseits die Befüllung der 140 Kilometer langen Leitung auf ihrem Territorium vornehmen. Bis zum 15. Dezember sollte Bulgarien die Arbeiten abgeschlossen haben, die Türkei hoffentlich, so Malinow, bis zum 20. Dezember.

    ek/mt

     

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    Tags:
    Gaspipeline, Türkei, Serbien, Bulgarien, Turkish Stream