20:45 24 Januar 2020
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    Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es anscheinend signifikante Fortschritte. Laut dem stellvertretenden Handelsminister der Volksrepublik gibt es gar eine Grundsatzeinigung. US-Präsident Donald Trump spricht von Teilabkommen.

    Es habe bei den Gesprächen über die sogenannte erste Phase einer Vereinbarung „große Fortschritte” gegeben, so der stellvertretende Handelsminister am Freitag bei einer Pressekonferenz in Peking.

    Beide Seiten hätten sich im Grundsatz geeinigt. Es gebe insgesamt neun Punkte im ersten Teil einer umfangreichen Handelsvereinbarung.

    Die Einigung impliziere, dass die Volksrepublik wieder mehr amerikanische Produkte kaufen werde - von Energie über Landwirtschaft und Pharmaerzeugnisse bis hin zu Finanzdienstleistungen.

    Umgekehrt hätten die USA zugesagt, zusätzliche Zölle auf chinesische Waren zu streichen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf den Finanzstaatssekretär.

    Die ursprünglich für Sonntag vorgesehene Zollerhöhung auf zusätzliche chinesische Waren sei damit vom Tisch.

    Dem Staatssender CCTV zufolge würden beide Seiten darüber sprechen, ob ein Handelsvertrag bei einer besonderen Zeremonie unterschrieben werden soll. Eine Einigung sei im Interesse von China, den USA und der gesamten Welt. Die US-Börsen kletterten nach den Äußerungen auf neue Rekordwerte.

    Trump relativiert die Erfolge

    US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor Berichte von „Wall Street Journal” über anstehende Einigung scharf kritisiert und damit die Hoffnungen auf eine tatsächliche Beilegung des Handelskonflikts mit China etwas gedämpft.

    „Die Geschichte des 'Wall Street Journal' über den China-Deal ist völlig falsch, insbesondere die Aussage zu den Zöllen”, twitterte Trump, ohne auf Einzelheiten einzugehen.

    Er veröffentlichte diese Meldung kaum eine halbe Stunde vor der Pressekonferenz der chinesischen Regierung.

    Dennoch betonte auch er später, dass die USA und China sich auf ein erstes Teilabkommen zur Beilegung ihres Handelskonflikts geeinigt hätten.

    Zuvor hatte das „Wall Street Journal” berichtet, US-Unterhändler hätten angeboten, auf die eigentlich für Sonntag angesetzten Zollerhöhungen für chinesische Importgüter im Wert von 160 Milliarden Dollar zu verzichten.

    Auch die Nachrichtenagentur Reuters hätte diese Informationen von Insidern erhalten. Demnach hätten Vertreter der US-Regierung zudem vorgeschlagen, bereits bestehende Zölle auf chinesische Güter im Volumen von etwa 360 Milliarden Dollar zu reduzieren, zum Teil auf die Hälfte. Im Gegenzug stimme Peking zu, im kommenden Jahr für 50 Milliarden Dollar US-Agrargüter zu kaufen - doppelt so viel wie 2017, bevor der Handelskonflikt begonnen habe, so Reuters.

    ng/Reuters

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    Tags:
    China, USA, Donald Trump, Handelsstreit, Handelskrieg, US-Wirtschaft, Wirtschaft