09:54 18 Januar 2020
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    Der Kaufvertrag zum Grundstück für Teslas Gigafactory in Brandenburg soll in dieser Woche zur Unterschrift kommen. Allerdings könnte der Verkauf noch an einem Punkt scheitern. Während eine Taskforce das Werk schon plant, suchen Gemeinden aus der Region nach Lösungen für das hohe Verkehrsaufkommen, das Tesla folgen wird.

    Tesla will seine vierte Gigafactory im Brandenburgischen Ort Grünheide errichten. Der Kaufvertrag für das Grundstück, auf dem Batterien des Fahrzeugherstellers produziert werden sollen, soll einem Bericht von cleantechnica zufolge noch im Laufe dieser Woche abgesegnet werden.

    Mit der Planung, dem Bau und der Inbetriebnahme der großen Fabrik beschäftigt sich die sogenannte Tesla Taskforce in Potsdam, die sich am Dienstag trifft, um die nächsten Schritte auszuarbeiten. Es wird davon ausgegangen, dass Tesla diese Woche die Unterlagen für die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzrecht einreichen dürfte. Zwei Wochen später bereits könnte der Autobauer eine Genehmigung für die Fabrik erhalten und auf eigenes Risiko den Bau beginnen.

    Parallel zu diesen Aktivitäten, deren Fokus auf der Fabrik und ihrem Gelände liegt, werden weiterhin die Auswirkungen des Baus der Gigafactory auf die Region und notwendige Erweiterungen der Infrastruktur diskutiert. Das findet im Rahmen einer regionalen Steuerungsgruppe verschiedener angrenzender Ortschaften statt, die am Montag wieder zusammengekommen war.

    Auf der Tagesordnung stehen Entlastungsstraßen für die Gemeinde Erkner, aber auch die größere Frage, was passiert, wenn der Flughafen BER ausnahmsweise pünktlich eröffnet wird und ein paar Monate später noch die Gigafactory nachzieht. Das würde den Zusammenbruch des Verkehrs in der Region bedeuten, die für solche Ströme nicht ausgelegt ist.

    Neben diesem Szenario bleibt aber auch die Frage nicht abschließend gelöst, ob die Ansiedlung Teslas in Grünheide wirklich mit einer Gigafactory endet oder doch eine kleinere Produktionsstätte entstehen wird. Ein voreiliger ambitionierter Plan könnte vor diesem Hintergrund in einer Fehlinvestition münden. Schließlich könnte Berichten zufolge sogar der Kaufvertrag zwischen dem Land Brandenburg und Tesla an einem bislang den Medien unbekannten Punkt scheitern.

    vr

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    Tags:
    Brandenburg, E-Autos, Tesla