10:34 18 Januar 2020
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    In der Westukraine schlägt eine Bergbaugewerkschaft Alarm: Sechs Gruben des staatlichen Kohleförderers Lvivugol sind von akuter Überflutung bedroht, nachdem der Energieversorger wegen Schulden den Strom abgedreht hat. Im Sommer hatten dort bereits Kumpel wegen monatelangen Lohnrückrückständen protestiert.

    „Die Stromversorgung aller sechs Gruben des Staatsunternehmens Lvivugol ist in der Nacht vom 22. zum 23. Dezember abgeschaltet worden“, teilte Mychailo Wolynez, Chef der Unabhängigen Bergbaugewerkschaft, am Montag auf Facebook mit.

    Weil dabei die Lüftung und die Wasserhaltung ausgefallen seien, würden die Grubenbaue mit Schachtwasser angefüllt.

    Laut Wolynez hatte der Stromversorger gefordert, für den Zeitraum von Dezember 2019 und Januar 2020 insgesamt 22 Millionen Hrywnja (ca. 850.000 Euro) zu bezahlen. Diese Forderung sei für das Unternehmen nicht tragbar, weil es selbst für bereits gelieferte Kohle immer noch kein Geld erhalten habe und auch mit Lohnrückständen konfrontiert sei.

    Der Gewerkschaftschef machte Beamte für den Notstand verantwortlich und kündigte an, Staatspräsident Wladimir Selenski und die Regierung um ein Eingreifen zu bitten.

    leo/ae

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    Gewerkschaften, Überflutung, Blackout, Schulden, Kohlengrube, Kohle, Lwiw, Ukraine