10:48 13 August 2020
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    Laut einer diese Woche veröffentlichten Analyse der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) sind unter den 100 wertvollsten Börsenunternehmen der Welt kaum noch deutsche Firmen zu finden. Auch der Versicherer Allianz ist nicht mehr unter den Top 100.

    Während gerade Tech-Konzerne aus den USA und China im globalen Ranking der Börsen-Schwergewichte dominieren, hat Deutschland mit seinen traditionellen Industriefirmen hier weiter an Bedeutung verloren. Unter die wertvollsten 100 Firmen schaffen es demnach nur der Softwarekonzern SAP auf Platz 51 mit einem Börsenwert von 160 Milliarden Dollar oder knapp 150 Milliarden Euro (Stichtag: 26.12.2019) sowie Siemens auf Rang 100 (106 Milliarden Dollar oder mehr als 98 Milliarden Euro). Nicht mehr unter den Top 100 ist der Versicherer Allianz, der trotz des gestiegenen Aktienkurses nur Platz 110 belegt.

    Börsen-Schwergewichte größtenteils aus USA 

    Unter den Börsenriesen hat es 2019 ein nicht-amerikanisches Unternehmen an die Spitze geschafft. Der saudi-arabische Ölkonzern Saudi-Aramco, der im Dezember an die Börse ging, ist rund 1,88 Billionen Dollar (knapp 1,73 Milliarden Euro) wert - etwa doppelt so viel wie die zwölf wertvollsten deutschen Firmen zusammen. Auf Saudi-Aramco folgen Apple, Microsoft, die Google-Mutter Alphabet, Amazon und Facebook. Mehr als die Hälfte der 100 wertvollsten Unternehmen stammen aus den USA.

    Deutschland verliert stark an Bedeutung

    Europas Nummer Eins, der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé, landet auf Rang 16. „Seit Beginn der Finanzkrise Ende 2007 haben sich die Gewichte an den Weltbörsen massiv verschoben“, sagte Hubert Barth, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung. Vor der Finanzkrise hatten noch 46 der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt ihren Hauptsitz in Europa - heute sind es nur halb so viele. Allein aus Deutschland waren 2007 sieben Firmen unter den Top 100. Deutschland habe an den Weltbörsen stark an Bedeutung verloren, sagte Barth.

    Tech-Konzerne auf dem Vormarsch

    Investoren trauten Tech-Unternehmen zu, die Wirtschaft künftig noch stärker zu prägen. Aus ihrer Sicht verspreche Europas Leitbranche, die produzierende Industrie, nur wenig Wachstum. Der Vormarsch der Tech-Konzerne an der Börse scheine unaufhaltsam, sagte Barth.

    pd/mt/dpa/

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    Analyse, Ranking, Konzern, Börsenwert, Deutschland