11:33 13 August 2020
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    Die deutsche Industrie hat im November einen unerwarteten Auftragsschwund verzeichnet, der auf die schwache Auslandsnachfrage zurückzuführen ist. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mit.

    Wie es heißt, sei das Neugeschäft im November nicht wie erwartet leicht gewachsen, sondern im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent geschrumpft.

    Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Wachstum von 0,3 Prozent gerechnet. Im Oktober hatte es noch ein Plus von revidiert 0,2 (bisher: minus 0,4) Prozent gegeben, im September von 1,0 Prozent.

    Während die Bestellungen aus dem Inland im November um 1,6 Prozent zulegten, gingen die Aufträge aus dem Ausland um 3,1 Prozent zurück.

    Dabei fiel die Nachfrage aus den Euro-Ländern um 3,3 Prozent, die aus dem Rest der Welt um 2,8 Prozent. Eine schwächere Weltkonjunktur, Handelskonflikte und das Brexit-Chaos haben die exportabhängige Industrie zuletzt in die Rezession gedrückt und die gesamte Wirtschaft belastet.

    Wichtige Konjunkturindikatoren haben sich aber stabilisiert. So legte der Ifo-Geschäftsklimaindex - der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft - zuletzt zu.

    Deutschland vermeldet im Oktober Rückgang der Industrieproduktion

    Die deutsche Industrie befand sich im Oktober im Abwärtstrend. Wie das Statistische Bundesamt zuvor mitgeteilt hatte, hätten die Betriebe im Oktober ihre Gesamtproduktion zurückgefahren.

    Demnach verringerte sich die gesamte Herstellung im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent. Analysten wurden von der schwachen Entwicklung überrascht. Sie hatten durchschnittlich mit einem leichten Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

    Bereits im Vormonat war die Produktion gesunken. Das Bundesamt meldete für September einen Rückgang um 0,6 Prozent und bestätigte damit vorläufige Ergebnisse. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel die Produktion im Oktober um 5,3 Prozent und damit deutlich stärker als erwartet.

    Indes gab es einige Lichtblicke innerhalb des Industriesektors. So stieg die Produktion von Vorleistungsgütern um 1,0 Prozent und die von Konsumgütern um 0,3 Prozent.

    ns/ae/rtr

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    Bundeswirtschaftsministerium, Industrie, Rückgang, Auftrag, Deutschland