19:16 18 Januar 2020
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    Die Weltbank hat ihre Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum für die Jahre 2020 und 2021 gesenkt. Dies geht aus einem entsprechenden Bericht hervor, der auf der offiziellen Seite der Organisation veröffentlicht wurde.

    Für 2020  kappte die Weltbank ihre Schätzung auf 2,5 Prozent, nachdem sie im Juni noch von 2,7 Prozent ausgegangen war. Die Erwartungen für 2021 sind um 0,2 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent reduziert worden.

    Auch für das vergangene Jahr 2019 revidierte die Weltbank ihre Prognose. Aktuell wird von einem Wert von 2,4 Prozent ausgegangen, nachdem noch im vergangenen Juni ein Wachstum von 2,6 Prozent in Aussicht gestellt wurde. Das Jahr 2019 wäre somit das schwächste seit der Finanzkrise im Jahr 2008.

    Hintergrund für das niedrigere Wachstum sei die schwache Erholung im Handel und bei Investitionen, heißt es in dem Bericht.

    Die Volkswirtschaften der Industrieländer dürften 2020 leicht an Schwung verlieren und nur noch um 1,4 Prozent zulegen, heißt es in dem Bericht weiter. Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer dürfte von 3,5 Prozent im vergangenen Jahr auf 4,1 Prozent im laufenden Jahr steigen.

    Warnung vor zahlreichen Risiken

    Die Weltbank warnt vor zahlreichen Risiken, welche die aus ihrer Sicht „fragile“ Erholung der Weltwirtschaft gefährden könnten. Unter anderem nennt sie die zahlreichen Handelskonflikte in der Welt, die vielen geopolitischen Spannungen und die Auswirkungen von extremen Wetterereignissen.

    Die US-Wirtschaft soll nach einem für 2019 veranschlagten Wachstum von 2,3 Prozent wegen der Auswirkungen der Handelskonflikte und gestiegener Unsicherheit in diesem Jahr nur noch um 1,8 Prozent wachsen. Die Wachstumsprognose für die Eurozone für 2020 senkte die Weltbank wegen der Schwäche im verarbeitenden Gewerbe um 0,4 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent.

    sm/gs/dpa

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    Tags:
    Prognose, Wirtschaft, Weltbank