10:56 26 Januar 2020
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    Angesichts der andauernden Wirtschaftskrise im Libanon bittet der Zentralbankchef des Mittelmeer-Staates, Riad Salameh, die Geberländer um Hilfe, um den Finanzsektor zu stabilisieren.

    Bei der Libanon-Konferenz im April 2018 in Paris hatten die Teilnehmer bereits beschlossen, dem krisengeschüttelten Land fast zwölf Milliarden US-Dollar an zinsgünstigen Krediten bereitzustellen. Allein die Weltbank sagte vier Milliarden Dollar zu.

    „Der Libanon braucht Hilfe von den Teilnehmerstaaten der Pariser Konferenz oder von befreundeten arabischen Staaten“, sagte Salameh in dieser Woche dem Fernsehsender MTV.

    Die Hilfe von außen sei nötig, um einen Zusammenruch zu verhindern. Der libanesische Bankensektor genieße noch Vertrauen und es bestehe die Hoffnung, dass er wieder gestärkt werden könnte. Dafür bräuchte es aber politische Stabilität.

    Der Libanon steckt in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise. Den Banken mangelt es an Devisen, Überweisungen auf ausländische Konten wurden eingestellt, Unternehmen lehnen bargeldlose Zahlungen ab. Präsident Michel Aoun macht die Finanzblockade und Sanktionen für die sich verschlimmernde Situation verantwortlich.

    Vor diesem Hintergrund protestieren die Libanesen seit Oktober friedlich gegen die Regierung. Die Demonstranten fordern Wirtschaftsreformen und eine Bestrafung korrupter Amtsträger. Die Regierung des bisherigen Ministerpräsidenten Saad Hariri trat am 29. Oktober zurück. Aber auch nach der Ernennung des früheren Bildungsministers Hassan Diab zum neuen Regierungschef dauern die Proteste an.

    leo/sb

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    Tags:
    Zentralbank, Bitte, Hilfe, Krise, Libanon