06:55 29 November 2020
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    Der Gazprom-Vorstandsvorsitzende Alexej Miller ist überzeugt, dass Russland die Bauarbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 aus eigener Kraft abschließen kann. Dafür werde jedoch mehr Zeit benötigt.

    „Technische Risiken werden heute durch unsere Kapazitäten bewältigt, deshalb wird Nord Stream 2 fertiggestellt. Dies wird selbstverständlich etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Aber es gibt bei uns keine technischen Hindernisse für einen eigenständigen Bauabschluss“, sagte Miller am Sonntag im russischen Fernsehen.

    Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel am Samstag erklärt,  Russland könne die Gaspipeline selbständig, ohne Heranziehung ausländischer Partner fertigstellen.

    US-Präsident Donald Trump hatte den Verteidigungshaushalt 2020 unterzeichnet und damit auch die darin enthaltenen Sanktionen gegen Nord Stream 2 und Turkish Stream in Kraft gesetzt. Sie richten sich gegen Firmen, die am Verlegen der Pipelines beteiligt sind, sowie deren Eigner. 

    Das Nord Stream 2-Projekt umfasst den Bau von zwei Strängen einer Gaspipeline mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee nach Deutschland.

    Die Leitung verläuft in Territorialgewässern von Deutschland, Finnland, Schweden, Dänemark und Russland und kostet rund zehn Milliarden Euro. Sie wird je zur Hälfte vom russischen Energieriesen Gazprom und den fünf europäischen Unternehmen OMV, Wintershall Dea, Engie, Uniper und Shell finanziert.

    ls/mt

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    Angela Merkel, Wladimir Putin, Alexej Miller, Donald Trump, Deutschland, Russland