21:52 24 Januar 2020
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    Deutsche Start-up-Unternehmen haben im vergangenen Jahr so viel frisches Kapital eingesammelt wie noch nie – und Berlin ist dabei im Land Spitzenreiter. Dies geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft EY hervor.

    Insgesamt erhielten deutsche Startups 6,2 Milliarden Euro, was 36 Prozent mehr als 2018 sei. Die Zahl der Finanzierungsrunden erhöhte sich um 13 Prozent auf 704.

    „Der Finanzierungsboom hält also unvermindert an”, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von EY Deutschland, Hubert Barth. „Erneut sorgten vor allem einige sehr große Deals vornehmlich ausländischer Geldgeber für den Investitionsrekord.”

    Der Löwenanteil des investierten Kapitals floss wieder nach Berlin: Jungunternehmen aus der Hauptstadt erhielten bei 262 Finanzierungsrunden insgesamt 3,7 Milliarden Euro und damit 41 Prozent mehr als 2018. Noch stärker legten den Angaben zufolge die Investitionen in Bayern zu, und zwar um 93 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro. Dafür habe vor allem der Mobilitätsanbieter FlixMobility gesorgt, der geschätzt 500 Millionen Euro erhalten haben soll.

    In Nordrhein-Westfalen gab es eine Zunahme von zehn Prozent auf 268 Millionen Euro, während sich in Baden-Württemberg das Investitionsvolumen auf 209 Millionen Euro fast verdreifachte. Sinkende Zuflüsse verzeichneten hingegen die Standorte Hamburg (-54 Prozent auf 254 Millionen Euro) und Hessen (-44 Prozent auf 73 Millionen Euro).

    Das meiste Geld floss den Angaben zufolge mit 1,6 Milliarden Euro an junge Mobilitätsanbieter – vor allem aufgrund der beiden großen Finanzierungsrunden für FlixMobility und GetYourGuide. Im Branchenranking folgen FinTechs und Software-Unternehmen mit 1,3 und 1,2 Milliarden Euro auf den Plätzen zwei und drei. E-Commerce liegt dahinter mit 730 Millionen Euro auf Rang vier. 

    msch/sb/rtr

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    Tags:
    Investitionen, Startups, Start-up