08:43 22 Februar 2020
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    Serbien rechnet bis Jahresende mit ersten Gaslieferungen durch die neue Pipeline Turkish Stream. Das sagte der serbische Präsident Aleksandar Vucic am Dienstag RIA Novosti im schweizerischen Davos.

    „Ich hoffe, bis Jahresende … Wir haben unseren Job getan und warten jetzt, bis die bulgarische Seite ihren Teil erledigt und die Röhren verbindet“, sagte Vucic.

    Ihm zufolge sprechen einige Experten vom September 2020. „Aber ich bin immer skeptisch, deshalb sage ich ‚bis Jahresende‘. Für unsere Bürger und für unsere Industrie wird das eine Nachricht von immenser Bedeutung sein“, sagte der Präsident.

    Serbien auf Bulgarien angewiesen

    Der serbische Abschnitt der Leitung ist bereits fertig gebaut. Bulgarien hat eine Pipeline von der türkischen zur serbischen Grenze quer durch das Land zu verlegen. Somit wird die Versorgung Bulgariens und Serbiens gesichert.

    Turkish Stream in Betrieb genommen

    Am 8. Januar hatten Russlands Präsident Wladimir Putin, sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan, Bulgariens Regierungschef Bojko Borissow und Präsident Vucic in Istanbul ein symbolisches Ventil geöffnet und somit grünes Licht für die Inbetriebnahme der Gasleitung gegeben. Die Pipeline wird das Gastransportnetz der Türkei mit großen Gasvorkommen Russlands direkt verbinden sowie zuverlässige Gaslieferungen an die Türkei, nach Süd- und Südosteuropa gewährleisten. Durch die beiden Stränge von Turkish Stream werden bis zu 31,5 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr in die Region transportiert.

    Gaspipeline Turkish Stream

    Turkish Stream setzt sich aus zwei Strängen mit einer Durchsatzkapazität von je 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr zusammen. Der Unterwasserteil der Leitung ist 930 Kilometer lang. Die Pipeline führt von der Schwarzmeerstadt Anapa zur Küsten-Ortschaft Kıyıköy im türkischen Thrakien. Das durch den ersten Strang zu transportierende Gas ist ausschließlich für die Türkei bestimmt. Der zweite Strang soll laut ursprünglichen Plänen bis zur Grenze zwischen der Türkei und der EU verlängert werden.

    Verlängerung nach Baumgarten möglich

    Gas aus dem zweiten Rohr wird unter mehreren Ländern verteilt: 3,5 Milliarden Kubikmeter sind für Bulgarien, 2,5 Milliarden Kubikmeter für Serbien und 6 Milliarden Kubikmeter für Ungarn geplant. Die restlichen 3,75 Milliarden Kubikmeter können von Ungarn dann in die Slowakei und zum österreichischen Gashub Baumgarten weitergeleitet werden.

    am/mt

     

     

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    Tags:
    Hoffnung, Gaslieferungen, Turkish Stream, Aleksandar Vučić, Serbien