06:15 30 November 2020
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    Der japanische Automobilhersteller Toyota ruft weltweit rund 3,4 Millionen Fahrzeuge zurück, gab eine Sprecherin des Unternehmens in Tokio am Mittwoch bekannt.

    Ursache für die Maßnahme ist eine mögliche Fehlfunktion der Bordelektronik. Es besteht die Gefahr, dass Fahrzeuge über eine elektronische Steuereinheit verfügen, die keinen ausreichenden Schutz vor elektrischem Lärm bei Crashs bietet.

    Die Fehlfunktion des elektronischen Steuerungsgeräts kann dem Autobauer zufolge zu einem unvollständigen oder einem Nicht-Auslösen der Airbags sowie zum Nicht-Aktivieren der Gurtstraffer führen.

    Der Rückruf gilt für die Modelle Corolla (Baujahre 2011-2019), Matrix (2011-2013), Avalon (2012-2018) und Avalon Hybrid (2013-2018). 2,9 Millionen der betroffenen Autos entfallen auf Nord-, Mittel und Südamerika.

    Toyota-Händler werden bei Bedarf kostenlos einen Rauschfilter zwischen dem Airbag-Steuermodul und dem Kabelbaum installieren. Toyota wird die Autobesitzer bis Mitte März benachrichtigen.

    Tödlicher Unfall mit Toyota

    Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit einem Bericht der US-Behörde für Verkehrssicherheit (National Highway Traffic Safety Administration, NHTSA). Das Amt teilte im April mit, es habe zwei Fälle frontaler Zusammenstöße identifiziert, in die „Toyota-Produkte verwickelt“ gewesen seien. Ein Aufprall habe Todesopfer gefordert.

    Laut NHTSA wird vermutet, dass eine Überlastung in der Elektronik zum Nicht-Auslösen der Airbags geführt habe. In beide Unfällen seien neuere Corollas verwickelt worden. Der Autohersteller lehnte einen Kommentar ab, wie viele Todes- oder Verletzungsfälle mit dem Defekt verbunden seien.

    mo/sb/rtr/dpa

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