15:58 10 April 2020
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    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat angesichts der Bedenken wegen der geplanten Fabrik von US-Elektroautobauer Tesla zu Geduld aufgerufen.

    „Die Fragen nach dem Infrastrukturausbau, nach der Wasserversorgung und nach vielem anderen werden beantwortet“, sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Das brauche eine gewisse Zeit. „Dafür bitte ich um Verständnis.“

    Tesla will in Grünheide bei Berlin eine Fabrik bauen, in der ab Juli 2021 bis zu 500.000 Fahrzeuge im Jahr vom Band rollen. Bedenken gibt es wegen der Rodung von Wald, der Wasserversorgung und des erwarteten Gütertransports.

    „Es gibt gute Fortschritte, aber vor allen Beteiligten liegt noch sehr viel Arbeit“, sagte Woidke.

    Berichten zufolge soll Tesla rund 41 Millionen Euro ausgeben, um das 300-Hektar-Gelände für seine geplante Gigafabrik in Grünheide in Brandenburg zu erhalten.

    Deutsche Naturschützer hatten zuvor eine Einbeziehung in das Vorhaben gefordert. Nach ihren Angaben muss für das Tesla-Projekt ein Waldstück gerodet werden, in dem möglicherweise schützenswerte Pflanzen oder Tiere ihren Lebensraum haben.

    Im Januar wurden nach Angaben des Brandenburger Innenministeriums Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg in dem Waldstück in Grünheide gefunden. Die Kampfmittel wurden umgehend gesprengt.

    Entsorgungsproblem in Österreich

    In Österreich musste im vergangenen Jahr ein Autobesitzer wochenlang auf den Abtransport seines ausgebrannten Tesla-Wagens warten. Vor allem das Fortschaffen der Batterie gestaltete sich problematisch: Keiner der örtlichen Entsorger wollte Medienberichten zufolge das Wrack und damit die Batterie übernehmen.

    Die Spezialisten, die Tesla für den Ausbau der Batterie nach Tirol entsandt hatte, hatten nicht die nötige Genehmigung, um den Akku weiter zu zerlegen, berichtete die „Tiroler Tageszeitung“. Nach Angaben des Blatts hat schließlich ein Tiroler Ausstatter von Autoverwertern den Lithium-Ionen-Akku für Forschungszwecke übernommen.

    leo/ae/dpa

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    SPD, Ministerpräsident, Dietmar Woidke, Bedenken, Fabrik, Tesla, Brandenburg, Deutschland