12:03 03 Juli 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Von
    Deutsche Firmen in Russland: Zwei Nationalitäten - ein gemeinsames Ziel (20)
    181839
    Abonnieren

    Im Rahmen des dritten Teils des Projekts „Deutsche Firmen in Russland: Zwei Nationalitäten – ein gemeinsames Ziel“ bringt Sputnik Reportagen über in Russland tätige deutsche Firmen. Die Unternehmensgruppe Henkel feiert in diesem Jahr ihre 30-jährige Präsenz in Russland.

    Wasch- und Reinigungsmittel, Schönheitspflege und Klebstoffe sind die Geschäftsfelder von Henkel. Die Branche Henkel Beauty Care ist auf dem russischen und weltweiten Markt führend.

    Flaschen mit Schönheit füllen: Henkel-Fabrik erweitert in Russland

    Am 6. Februar fand eine Eröffnungszeremonie in der Henkel-Fabrik beim russischen Noginsk im Gebiet Moskau statt, in deren Zuge neue Produktionsstätten eingeweiht wurden. Unter den Gästen waren Vertreter des Henkel-Topmanagements, der deutsch-russischen Außenhandelskammer (AHK), der Assoziation des Europäischen Business sowie der deutschen Botschaft in Moskau – auch Sputnik war da. Feierlich wird das Band durchgeschnitten und der Knopf gedrückt – und los geht es!

    Was man über die Henkel-Fabrik bei Noginsk wissen muss:

    • Die Fabrik ist seit 2013 in Betrieb und heute der zweigrößte Hersteller von Henkel Beauty Care Produkten in der Welt und in der russischen Kosmetikindustrie führend;
    • Die Gesamtsumme der Investitionen in die Fabrik beläuft sich auf 65 Millionen Euro;
    • Schönheitsprodukte weltbekannter Marken wie Palette, Fa, Schauma, Syoss, Taft, Gliss Kur und Shamtu werden in der Fabrik hergestellt;
    • Das innovativ eingerichtete R&D Labor ermöglicht die Erarbeitung neuer Rezepturen und die lokale Herstellung einer größeren Menge an Produkten je nach Bedürfnissen der russischen Kunden;

    Der Russland-Chef der AHK Matthias Schepp betonte, dass das deutsche Business in Russland ein Champion der Lokalisierung sei und sein werde.

    • Im Labor wird in Kürze ein Test-Salon eröffnet, wo interessierte Probanden die Henkel-Produkte anwenden können;
    • Wichtige Entwicklungsschritte des Unternehmens sind die Reduzierung des Wasser- und Energieverbrauchs sowie Kläranlagenbau, Plastik- und Abfallrecycling.

    Warum in Russland investieren?

    Bei der Eröffnungszeremonie von neuen Produktionsstätten in der Fabrik wurde viel über deutsch-russische Zusammenarbeit und Partnerschaft gesprochen, die bei Henkel eine jahrzehntelange Geschichte haben. Laut dem Präsidenten von Henkel Russland Sergei Bykowskich bietet das Land alle nötigen Möglichkeiten für Geschäftsentwicklung und Investitionen.

    „Wir glauben an das Potential des russischen Markts“, fügte er hinzu.

    Auch der Chef der europäischen Niederlassung Henkel Beauty Care Retail, Antoine Collette, bemerkte, dass „Russland für jede Firma ein El Dorado“ sei.   

    Russisches „Awos“ + deutsche Gründlichkeit = …?

    Investitionen ins Personal erachtet das Henkel-Management als Priorität, weil die Menschen, das Team, am wichtigsten seien, so der Chef von Henkel Beauty Care Michael Kern. Das Unternehmen lege auch auf Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz viel Wert.

    Chef von AHK Russland Matthias Schepp (3R) mit Henkel-Managern bei der Fabrikeröffnung in Noginsk
    © Foto : Henkel
    Chef von AHK Russland Matthias Schepp (3R) mit Henkel-Managern bei der Fabrikeröffnung in Noginsk

    Und wie arbeiten Deutsche neben Russen? Das Erfolgsgeheimnis entschlüsselt Matthias Schepp wie folgt: Gerade der deutsche Geist von Gründlichkeit und Ordnung zusammen mit dem russischen „Awos“, d. h. „die Fähigkeit, in letzter Minute Probleme zu lösen“, erlaubt, große Fortschritte zu erzielen.

    Kamera: Sergei Elow

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Deutsche Firmen in Russland: Zwei Nationalitäten - ein gemeinsames Ziel (20)

    Zum Thema:

    Frankreichs Regierung reicht Rücktritt ein – Macron nimmt an
    Russlands Fla-System S-500 wird in der Lage sein, Hyperschallwaffen im Weltraum zu zerstören
    IAEO nennt möglichen Grund für Emission von Radionukliden über Nordeuropa
    Merkel bittet Länder um Unterstützung bei EU-Ratspräsidentschaft
    Tags:
    Russland, „Henkel“-Konzern