18:47 29 November 2020
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    Angesichts des gescheiterten Opec-Deals über eine umfassende Förderbremse und der darauffolgenden Ankündigung Saudi-Arabiens, seine Verkaufspreise zu senken, ist der Öl-Preis am Montag um etwa 30 Prozent gefallen.

     Der Absturz der Sorte Brent um 31,5 Prozent auf 31,02 Dollar je Barrel war der größte Rückgang seit Januar 1991 zu Beginn des ersten Golfkrieges. Die US-Sorte WTI verbilligte sich auf 27,59 Dollar. Goldman Sachs rechnet mit der Möglichkeit einer weiteren Senkung bis auf 20 Dollar.

    Experten sagten einen Wochen oder Monate dauernden Konflikt voraus. „Saudi-Arabien und Russland sind in einen Öl-Preiskrieg eingetreten, der begrenzt und taktisch sein dürfte”, schrieb die Eurasia Group in einer Analyse.

    Am Freitag waren die Gespräche zwischen der Opec und Russland über eine gemeinsame Förderbremse gescheitert. Der saudiarabische Öl-Konzern Saudi Aramco kündigte darauf hin an, den offiziellen Verkaufspreis für alle Öl-Sorten und alle Abnehmer zu senken. So sollten sich Lieferungen nach Nordwest-Europa um acht Dollar je Barrel verbilligen. 

    Das Königreich – der weltgrößte Öl-Exporteur – will zudem seine Förderung hochfahren, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag von zwei Insidern erfuhr. Der Ölpreis steht bereits wegen der Sorge vor einem Abschwung der Weltwirtschaft im Zuge der Coronavirus-Epidemie unter Druck. Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass es auf dem Markt bereits eine Ölschwemme entstand. 

    msch/rtr

     

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    Tags:
    Goldman Sachs, OPEC, WTI, Brent, Russland, Saudi-Arabien, Erdöl, Öl