02:16 19 September 2020
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    Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, hat gegenüber der DPA am Montag in Berlin die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland kommentiert.

    Nach schwierigen Jahren sieht der DIHK konjunkturellen Aufwind bei den deutsch-griechischen Wirtschaftsbeziehungen.

    „Für deutsche Investoren wird das Land wieder interessant“, sagte Schweitzer.

    Sowohl deutsche Unternehmen, die während der Krise im Land geblieben seien, als auch Newcomer „stoßen jetzt neue Projekte an“.

    Bei der Konferenz werden auch der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet. Sie dürften in ihren Reden auf die angespannte Lage an der türkisch-griechischen Grenze eingehen.

    Staatsschuldenkrise Griechenlands

    Griechenland war 2010 in die Staatsschuldenkrise geraten. Seitdem erhielt Athen im Rahmen dreier Hilfspakete von seinen Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) Kredite im Volumen von rund 280 Milliarden Euro und wendete damit einen Staatsbankrott ab. Außerdem musste das Land harte Sparmaßnahmen ergreifen.

    Verbesserungen in der wirtschaftlichen Lage

    Die Staatsverschuldung lag 2019 noch immer bei über 170 Prozent der Wirtschaftsleistung und war mit Abstand die höchste in der Euro-Zone. Trotzdem wendete sich das Klima in Griechenland seit der Wahl des neuen Regierungschefs Kyriakos Mitsotakis und seiner konservativen Partei Nea Dimokratia im vergangenen Juli spürbar zum Positiven.

    Nach der Wahl senkte Mitsotakis die Unternehmensteuern, die Grundsteuer und die Abgaben für Geringverdiener, um den Konsum im Land anzukurbeln. Die Arbeitslosenquote lag in Griechenland im vorigen Jahr bei 16,3 Prozent. Auf der Höhe der Krise 2014 hatte sie fast 26 Prozent betragen.

    Migranten-Krise an Grenze zur Türkei

    Ankara hatte am 29. Februar die Grenze zur EU für offen erklärt, daraufhin hatten sich Tausende Migranten auf den Weg Richtung EU gemacht. Griechenland wehrte sie mit Härte an den EU-Außengrenzen ab.

    mo/mt/dpa

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    Kyriakos Mitsotakis, Eric Schweitzer, Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Deutschland, Griechenland