02:08 09 Juli 2020
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    Saudi-Arabien sieht laut dem Energieminister des Königreichs, Abdulaziz bin Salman, keinen Sinn darin, ein Treffen der OPEC+-Mitgliedsländer im Mai oder Juni einzuberufen. Es würde nur die Unfähigkeit zeigen, der Krise wegen Coronavirus entgegenzustehen.

    „Ich sehe keinen Anlass zur Einberufung der Treffen im Mai und Juni, nur um unseren Misserfolg bei der Verabschiedung von erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung dieser Krise und bei der Durchführung nötiger Aktionen zu zeigen“, sagte er.

    Gescheiterte Gespräche

    Die OPEC+-Länder konnten am 6. März weder die Veränderung von Parametern des Deals zur Drosselung der Ölförderung noch seine Prolongierung vereinbaren. Infolgedessen werden die Einschränkungen hinsichtlich der Ölförderung in den Mitgliedsländern der Allianz aufgehoben. Am Wochenende erschienen Berichte, dass Saudi-Arabien die Ölförderung hochfahren und Rabatte für sein Öl vergeben wolle. Diese Nachrichten riefen einen Crash auf dem Öl-Markt hervor. Am Montag erreichte der Preissturz 30 Prozent.

    Neue Vereinbarungen möglich? 

    Russlands Energieminister Alexander Nowak erklärte, dass die OPEC+-Türen nicht verschlossen seien und die nächsten Treffen im Mai oder Juni durchgeführt würden. Er schloss die Erzielung neuer Vereinbarungen vonseiten der Allianz nicht aus.

    Im Kreml wird zudem nicht ausgeschlossen, dass sich Moskau und Riad hinsichtlich der Ölförderung einigen werden.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Alexander Nowak, Vereinbarung, Ölpreise, Absturz, Öl, Saudi-Arabien, OPEC