07:41 29 September 2020
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    Coronavirus-Ausbruch: Aktuelle Entwicklungen zur neuartigen Lungenkrankheit (200)
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    Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder haben in einer Videokonferenz beschlossen, 25 Milliarden Euro zur Bekämpfung der schlimmsten Wirtschaftsfolgen der Coronavirus-Epidemie zur Verfügung zu stellen.

    Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstagabend sagte, sollten mit dem Geld vor allem das Gesundheitswesen, der Arbeitsmarkt, sowie kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden.

    „Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, damit die europäische Wirtschaft diesem Sturm widersteht“, sagte von der Leyen.

    Das Geld komme aus den Strukturfonds und solle rasch fließen. Wie es weiter heißt, werde die Brüsseler Behörde dafür sorgen, dass staatliche Hilfen an alle Unternehmen fließen, die diese brauchen.

    Zudem werde die Behörde bis Montag Vorschläge für die flexible Anwendung des Stabilitätspakts vorlegen, der normalerweise die Schuldenaufnahme der Mitgliedstaaten begrenzt. EU-Ratspräsident Charles Michel, der das virtuelle Gipfeltreffen einberufen hatte, kündigte tägliche Schaltkonferenzen der europäischen Innen- und Gesundheitsminister an.

    Das nächste Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs sei für den 26. und 27. März anberaumt.

    Bundestag gibt bis zu einer Milliarde Euro für Kampf gegen Corona aus

    Der Bundestag stellt laut Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) massive Finanzmittel zum Kampf gegen den neuartigen Coronavirus zur Verfügung.

    „Wir werden zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung stellen bis zu einer Milliarde Euro”, kündigte er am Dienstag vor einer Sitzung der Unionsfraktion in Berlin an.

    Kampf gegen Coronavirus geht weiter

    Der Kampf gegen das neue Coronavirus hat massive Auswirkungen auf das öffentliche Leben. Fußballer spielen vor leeren Rängen. Die Deutsche Eishockey Liga bricht die gesamte Saison ab, sodass es in diesem Jahr keinen Meister geben wird. Unzählige Konzerte entfallen. Mehrere deutsche Bundesländer, darunter das besonders von Sars-CoV-2 betroffene bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen, hatten am Dienstag angekündigt, dass Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abgesagt werden sollen. Eine generelle Schließung von Schulen und Kitas war zunächst in keinem Bundesland vorgesehen.

    Zahl der Coronavirus-Fälle

    Nach Angaben des Robert Koch-Instituts waren aktuell 1296 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert, zwei sind gestorben. Weltweit sind 114.104 nachgewiesene Corona-Fälle, darunter 80.754 in Festlandchina und 15 in Russland, registriert worden. 

    ns/ae/dpa    

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