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    Eine neue Wirtschaftskrise hat laut Finanzminister Martin Helme Estland bereits heimgesucht. In einem Kommentar für den staatlichen TV-Sender ERR betonte der Minister zudem, wie ernst es um die wirtschaftliche Lage in Europa bestellt sei.

    Laut Helme macht die unberechenbare Situation es derzeit fast unmöglich, etwas im Voraus zu planen.

    „Nun befinden wir uns offensichtlich in einer Phase der wirtschaftlichen Rezession“, äußerte er. 

    Das Schlimmste, was man in solch einer Situation tun könnte, sei es, die öffentlichen Ausgaben zu kürzen, was den Rückgang verschärfen würde, so Helme.

    „Denn ein Großteil der Wirtschaft ist ja mit staatlichen Investitionen und den Löhnen im öffentlichen Sektor verbunden. Wenn wir mit deren Kürzung beginnen, werden wir den Rückgang verstärken und dies dürfen wir keinesfalls tun“, so der Minister weiter.

    Die wirtschaftliche Lage in Europa sei derzeit schwieriger, als während der Krise 2008, betonte er:

    „Die Schulden, die sowohl die Weltwirtschaft, als auch die europäische Wirtschaft belasten, sind größer als vor zehn Jahren. Die Arbeitslosigkeit ist größer geworden. Die Wettbewerbsfähigkeit ist schlimmer als vor der Krise 2008. Man sagte, es werde eine stufenweise Rezession sein. Stattdessen ist die Blase nun dröhnend geplatzt“, sagte Helme.

    Der Minister ging unter anderem auf den jüngsten Ölpreiseinsturz ein: Dieser werde einen zeitweiligen Charakter haben, sagte Helme. In sechs Monaten würden die Ölpreise wieder 60 bis 65 US-Dollar pro Fass betragen.

    Ölpreiseinsturz

    Die OPEC+-Länder konnten am 6. März weder die Veränderung von Parametern des Deals zur Drosselung der Ölförderung noch seine Prolongierung vereinbaren. Infolgedessen werden die Einschränkungen hinsichtlich der Ölförderung in den Mitgliedsländern der Allianz aufgehoben. Am Wochenende erschienen Berichte, wonach Saudi-Arabien die Ölförderung hochfahren und Rabatte für sein Öl vergeben wolle.

    Diese Nachrichten lösten einen Crash auf dem Öl-Markt aus: Am Montag waren die Ölpreise um mehr als 30 Prozent und damit so schnell wie seit 30 Jahren nicht mehr gesunken. Am Dienstag gaben die Ölpreise um etwa ein Drittel nach. Zudem brachen die internationalen Börsen am Montag ein.

    asch/ae/sna

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    Martin Helme, Wirtschaftskrise, Weltwirtschaft, Wirtschaft, EU, EU, EU, Europa, Estland