12:27 29 September 2020
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    Der Münchner Lkw- und Bus-Hersteller MAN will jede sechste Stelle abbauen. Dies berichtete das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen.

    Wie der Vorstand dem Betriebsrat bei einem Treffen mitgeteilt hatte, seien 6000 der 36.000 Arbeitsplätze bei der Traton-Tochter akut gefährdet.

    Teil der Überlegungen ist demnach die Schließung des Standorts im österreichischen Steyr.

    Die Produktion von leichten und mittelgroßen Lastwagen in Steyr könnte nach Deutschland und Polen verlagert werden, hieß es in dem Bericht. In dem österreichischen Werk sind 2300 MAN-Mitarbeiter beschäftigt.

    Anfang der Woche hatte der Chef von MAN Truck & Bus, Joachim Drees, von einem „signifikanten Stellenabbau“ gesprochen, ohne Zahlen zu nennen.

    Grund für die unbefriedigenden Ergebnisse von MAN sei aus Sicht des Vorstands ein aufgeblähter Verwaltungsapparat, der nun beschnitten werden solle, berichtete die Zeitung. Der Münchner Lkw-Bauer liefert seit Jahren schlechtere Renditen ab als die schwedische Schwestergesellschaft Scania. MAN müsste den Abbau über Fluktuation und Abfindungen stemmen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis ins Jahr 2030 ausgeschlossen. Bis zum Sommer solle eine Vereinbarung stehen, sagte der Insider dem „Handelsblatt“.

    Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur wollte ein MAN-Sprecher sich am Mittwochabend nicht zu dem Bericht äußern. Die Gespräche über den Stellenabbau stünden noch ganz am Anfang, sagte er.

    asch/ae/dpa

     

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    Tags:
    Maschinenbau, Autohersteller, Hersteller, Fahrzeug, Bus, Lkw, Stellenabbau, MAN, Österreich, Deutschland