01:27 15 Juli 2020
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    Nach dem gescheiterten OPEC+-Deal müssen die Unternehmen mit dem niedrigen Ölpreis klarkommen. Laut dem Chef des russischen Ölkonzerns Gazprom Neft, Alexander Djukow, birgt der Einbruch aber auch teils positive Auswirkungen in sich.

    „Die (niedrigen) Preise – die sind vielleicht nicht so gut für den Markt, doch andererseits werden sie helfen, den Markt gesünder zu machen und Projekte mit hohen Selbstkosten vom Markt wegzuräumen, was eine Garantie für eine erfolgreiche und bereits langfristige Entwicklung des Ölmarktes sein wird“, sagte Djukow während einer Live-Sendung im TV-Sender „Rossija 1“.

    Er ergänzte, dass die Resistenz gegenüber niedrigen Preisen, die Förderungsselbstkosten in Höhe von 3,5 Dollar pro Barrel sowie das niedrige Schuldenniveau eine Grundlage dafür seien, „schmerzlos eine sehr langwierige Niedrigpreisperiode zu überleben“.

    „Und nicht nur diese Förderung beizubehalten, sondern diese Förderung zu erhöhen – wir haben alle Gründe und die Möglichkeit, dies zu erzielen“, so Djukow.

    Die OPEC+-Länder konnten sich am 6. März nicht einigen – weder hinsichtlich der Änderung der Parameter des Deals über die Reduzierung der Ölförderung noch über seine Verlängerung. Infolgedessen werden ab 1. April die Einschränkungen hinsichtlich der Ölförderung in den Teilnehmer-Ländern der vorherigen Allianz aufgehoben. Dieser Faktor hatte zusammen mit den Nachrichten über die Ausbreitung des Coronavirus einen Crash auf dem Ölmarkt und einen Rubelkursabfall hervorgerufen.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    OPEC, Coronavirus, Ölförderung, Ölpreise, Gazprom Neft