08:13 09 Juli 2020
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    Der japanische Automobilhersteller Nissan will in seinen spanischen Werken 3000 Mitarbeiter zeitweilig entlassen, da die Produktion aufgrund der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus stillgelegt wurde. Darüber schreibt die japanische Zeitung „Nikkei“ am Samstag.

    So wurde demnach das Nissan-Werk in Barcelona am 13. März wegen Verzögerungen bei der Lieferung von Ersatzteilen und des von den spanischen Behörden verhängten Einreiseverbots geschlossen. Die Bewegungseinschränkungen nannte der Konzern „unüberwindbar“.

    Nissan produzierte in Spanien 2019 rund 65.000 Fahrzeuge. Auch ein Nissan-Werk in Großbritannien musste seine Arbeit für unbestimmte Zeit einstellen.

    Nissan in Spanien

    Spanien zählt zu den wichtigsten Produktionsstandorten für Nissan in Europa. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen in diesem Land etwa 5.200 Mitarbeiter in drei Werken: in Avila im Zentrum des Landes, in Cantabria im Norden sowie in Barcelona an der Nordostküste.

    Nissan in Russland

    Im Februar hatte ein Nissan-Sprecher nicht ausgeschlossen, dass das Unternehmen seine Produktion in Russland einstellen würde. Sollte China die Lieferungen von Ersatzteilen nicht wiederaufnehmen, könne das Nissan-Werk in St. Petersburg geschlossen werden.

    Coronavirus in Spanien

    Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen stieg in Spanien auf 24.926. 1326 sind gestorben.

    Coronavirus-Fälle

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Coronavirus Covid-19 als Pandemie eingestuft. Bisher sind in 184 Ländern 267.013 bestätigte Infektionsfälle registriert worden. Es gibt 11.201 Todesfälle.

    ns/sb

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    Tags:
    Ersatzteile, Lieferungen, Entlassung, Mitarbeiter, Coronavirus, Nissan, Großbritannien, Russland, Japan