13:34 05 August 2020
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    Der deutsche Chemiekonzern BASF will zusammen mit dem russischen Bergbaukonzern Norilsk Nickel seltene Erden aus Elektroauto-Akkus recyceln.

    Das Dax-Unternehmen BASF mit Hauptsitz in Ludwigshafen, die russischen Rohstoff-Förderer von Norilsk Nickel sowie der finnische Energieriese Fortum haben eine Absichtserklärung zur Cluster-Gründung unterzeichnet: Man wolle sich gemeinsam auf Produktion und Recycling von Batterien für den Elektrofahrzeugmarkt fokussieren. Das meldet das Außenwirtschaftsmagazin „RusslandInsider“ in seiner aktuellen Ausgabe.

    Schon seit 2018 geplant

    Die Batterieherstellung für Elektroautos soll so umweltschonender gestaltet und der Kohlendioxid-Ausstoß durch eine effiziente Kreislaufwirtschaft verringert werden. Bereits 2018 soll BASF den Bau eines Werkes zur Herstellung von Akku-Komponenten geplant und Norilsk Nickel als maßgeblichen Rohstofflieferanten vorgesehen haben.  

    Recyclingexpertise  

    Die BASF-Anlage in der Nähe des finnischen Haryawalta ist die erste derartige Produktionsstätte des Unternehmens in Europa. Ab Ende 2020 sollen dort jährlich bis zu 300.000 Elektroautos mit den notwendigen Batteriekomponenten ausgestattet werden.

    Neben der Produktionsanlage sei die Wahl der Finnen als Partner auch auf deren Recycling-Expertise begründet. Der Energiekonzern Fortum sei durch die Übernahme des finnischen Spezialisten zur hydrometallurgischen Verarbeitung, Crisolteq, in der Lage, die Rückgewinnungsrate von seltenen Erden in Lithium-Ionen-Batterien von 50 Prozent auf über 80 Prozent zu erhöhen, so der Bericht.

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    BASF, Norilsk Nickel