22:19 27 November 2020
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    Das bekannteste Modehaus der Welt - Chanel - stellt die Produktion um: Auf im Kampf gegen Corona dringend benötigte Masken und Kittel. Das teilte das französische Unternehmen mit. Zuvor hatten sich das italienische Luxuslabel Prada oder Giorgio Armani mit Aktionen hervorgetan, auch H&M stellt Schutzkleidung für Krankenhäuser her.

    Das Accessoire der Stunde ist der Mundschutz. Statt Designerkleidung und anderem schmückendem Beiwerk für die modebewusste Zielgruppe zu produzieren, haben auch große Luxusmarken wegen der Corona-Pandemie ihre Produktion umgestellt:

    Sie stellen Mund-Nase-Schutzmasken, Schutzkleidung oder aber Desinfektionsmittel her.

    Chanel bezieht Stellung und stellt Produktion um

    Chanel will nun auch seinen Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus leisten und produziert Masken für die Mitarbeiter des französischen Gesundheitssystems, berichtet die Zeitschrift „Glamour“ Denn Masken sind Mangelware und die Vorräte an Mundschutzmasken wie Schutzkleidung werden knapper.

    „Von unserem Haus zu Ihrem: Chanel möchte seine Solidarität mit allen zum Ausdruck bringen, die zu Hause bleiben oder von der Covid-19-Pandemie betroffen sind. Wir sind denen dankbar, die andere in diesen beispiellosen Zeiten unterstützen.“

    In Arbeit: 4.500 Chanel-Mitarbeiter

    Die Angestellten von Chanel würden in ihren Werkstätten und Fabriken umgehend mit der Herstellung von Masken und Kitteln beginnen, sobald die französischen Gesundheitsbehörden die Prototypen freigeben würden. Dies sei auch einer der Gründe, warum der Luxusmodekonzern keinen seiner 4.500 Mitarbeiter entlassen müsste, heißt es weiter. 

    Chanel hatte bereits 1,2 Millionen Euro an einen Notfallfond gespendet und seinen Mitarbeitern acht Wochengehälter zugesichert, sollte es doch zu einer Reduzierung der Produktion kommen. Doch nun wird die Produktion umgestellt, sobald das „OK“ von den Behörden kommt. Das Modehaus rief zur Solidarität auf: „Heute mobilisieren wir unsere Belegschaft und unsere Partner, um Schutzmasken und Schutzkittel herzustellen", so Chanel.

    Elysee-Palast bestellte Masken in China

    Wie viele Masken Chanel voraussichtlich herstellen wird und wann mit der ersten Lieferung an französische Gesundheitseinrichtungen zu rechnen sei, ist noch unklar.

    Bis die ersten Mundschutzmasken bei den Institutionen ankommen, soll der Elysee-Palast zunächst mehr als eine Milliarde Gesichtsmasken bestellt haben. Die seien hauptsächlich in China bestellt worden und sollen in den kommenden Wochen und Monaten geliefert werden, so der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am vergangenen Wochenende. 

    Große Luxuskosmetikhersteller wie Estée Lauder oder LVMH mit seiner Sparte Louis Vuitton hatten ihre Produktion ebenfalls umgestellt – auf die Produktion von Desinfektionsmitteln.

    Andere Designer gingen voran

    Chanel zuvorgekommen war bereits eine Reihe anderer Designer: So hatte die Chefin des italienischen Modehauses Prada, Miuccia Prada, die Produktion auf Masken und Schutzkleidung umgestellt und jeweils zwei komplette Intensiv- und Reanimationseinheiten an die Mailänder Krankenhäuser Vittore Buzzi, Sacco und San Raffaele gespendet.

    In Deutschland auf lokaler Ebene

    In Deutschland haben lokale Designer wie Oliver Kresse und bekannte Labels wie Wolfgang Grupps „Trigema“ begonnen, Schutzmasken herzustellen,  auch auf dass die Versorgung von medizinischem Personal mit den dort benötigten N95-Masken nicht durch den Aufkauf von Privatleuten torpediert werde.


    Erwartungsgemäß sind schon jetzt aufwendig verzierte Masken mit bekanntem Labelmusterdruck wie von Gucci, Chanel, Louis Vuitton &Co auf dem Markt zu haben – passend zur Fake-Handtasche. Ob sie ihren Zweck erfüllen ist - kostspielige - Ansichtssache.

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    Tags:
    Coronavirus, Wirtschaft, Chanel, Mode