12:54 03 Juni 2020
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    Die Coronavirus-Pandemie wird laut dem Präsidenten der "American Travel Association", Roger Dow, erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft der Tourismusbranche haben. Dies berichtet das US-Magazin „Forbes“.

    Vor allem werde der Bereich der Online-Reservierungen von einer Krise betroffen, hieß es. Zum Beispiel erleidet derzeit das Online-Reisebüro "Expedia" wegen eines starken Rückgangs der Anzahl von den Buchungen erhebliche Verluste.

    „Wenn Arbeitgeber gezwungen sein werden, das Personal abzubauen, dann ist es nicht bekannt, wann Jobs wieder da sind oder ob es die überhaupt geben wird“, stellte Roger Dow fest.

    Zugleich wird angenommen, dass private Vermietungsunternehmen wie "Airbnb" im Gegensatz zu den Hotelketten von der Situation profitieren könnten. „Menschen, die beispielsweise aus Gründen der sozialen Distanz nicht in einem Hotel übernachten möchten, werden sich sich eher für Privatwohnungen entscheiden“, so die Ansicht.

    Darüber hinaus vermuten Branchenkenner, dass sich der Coronavirus-Ausbruch äußerst negativ auf den Zustand der Kreuzfahrtunternehmen auswirken werde. Dies sei nicht nur auf das bereits bestätigte höhere Risiko der Ausbreitung von Infektionen auf den Schiffen zurückzuführen, sondern auch auf das Problem der Emissionstechnologie, so die Erklärung.

    Klassische Tourismusziele bedroht 

    Sollten die derzeit geltenden Reisebeschränkungen über die Sommermonate anhalten, drohen gerade den klassischen Tourismuszielen z.B. in der Mittelmeerregion heftige wirtschaftliche Einbußen, warnt ein Bericht der Deutschen Bank. Setze man jedoch einen anhaltenden Rückgang der Fallzahlen an den Reisezielen voraus, dürften entsprechende Vorkehrungen die Bereitschaft der Urlauber erhöhen, in die aktuell besonders von Corona betroffenen Urlaubsgebiete zu reisen, hieß es. 

    Ärztliche Atteste für Urlauber 

    Umgekehrt könnten die Urlauber aus den Herkunftsländern über spezielle ärztliche Atteste oder Immunitätsbescheinigungen nachweisen, dass sie für die Tourismusziele keine Gefahr eines Wiederaufflammens der Epidemie darstellen, so der Bericht der Deutschen Bank. 

    pd/tm

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    Tags:
    Airbnb, Coronavirus, Tourismus