20:40 06 Juni 2020
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    Der US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag auf Twitter über Verhandlungen zwischen Moskau und Riad zur Verringerung der Ölförderung geschrieben. Der Kreml wies jedoch diese Information zurück.

    Trump sprach vor kurzem eigenen Angaben zufolge mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Dieser habe mit Russlands Präsident Wladimir Putin gesprochen.

    „Ich erwarte und hoffe, dass die Ölförderung um rund zehn Millionen Barrel reduziert wird, möglicherweise auch um wesentlich mehr.“

    Die Einschränkungen könnten bei so viel wie 15 Millionen Barrel liegen. Das seien „hervorragende“ Nachrichten.

    Nachdem Trump die Hoffnung auf eine Verringerung der Ölförderung durch Riad und Moskau zum Ausdruck gebracht hatte, stiegen die Welterdölpreise um Dutzende Prozentpunkte.

    „Es gab kein solches Gespräch“

    Laut Putins Sprecher Dmitri Peskow sollen der russische Staatschef und der saudische Prinz über die Ölpreise nicht gesprochen haben.

    „Nein. Es hat kein solches Gespräch gegeben“, sagte Peskow gegenüber Sputnik.

    Am Vortag sagte Putin bei einer Kabinetts-Beratung, dass er mit den Vereinigten Staaten und Partnern von den OPEC-Ländern den Ölpreise-Absturz bespreche.

    Situation auf dem Welt-Ölmarkt

    Seit Anfang März reduzierten sich die Ölkotierungen aufgrund der Verlangsamung der Nachfrage auf dem Markt fast um das Doppelte. Dies ist eine Folge der Coronavirus-Pandemie sowie der Ausschöpfung der OPEC+-Vereinbarungen.

    Am 6. März konnten die Mitgliedsländer dieser Allianz keine Veränderung der Deal-Parameter vereinbaren. Es ist ihnen auch nicht gelungen, den Deal zu prolongieren.

    Russland bestand auf der Aufrechterhaltung der existierenden Bedingungen, Saudi-Arabien wollte zusätzlich dazu die Ölförderung reduzieren. Infolgedessen wurden ab 1. April die Einschränkungen für die Förderung des schwarzen Goldes in den Ländern der bisherigen Allianz aufgehoben.

    Keine Preiskriege, sondern eine „ungünstige Weltkonjunktur“

    Nach dem Scheitern der OPEC+-Verhandlungen schrieben die Medien über den Ausbruch eines Preiskrieges der Produzenten.

    Dmitri Peskow wies die Berichte zurück. Moskau und Riad würden keine Preiskriege führen, allerdings bestehe eine ungünstige Weltkonjunktur.

    mo/mt/sna

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    Mohammed bin Salman al-Saud, Wladimir Putin, Donald Trump, Saudi-Arabien, USA, Russland