19:38 01 Juni 2020
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    Die deutschen Serviceanbieter haben im März einen Wachstumsrückgang beispiellosen Ausmaßes erlitten. Dies gab das Marktforschungsinstitut IHS Markit mit Sitz in London am Freitag bekannt.

    Grund für den Absturz der Dienstleister ist demzufolge der Nachfrageeinbruch, hinter dem die Coronavirus-Ausbreitung und die Maßnahmen zu deren Eindämmung stehen.

    Wegen mangelnder Neuaufträge habe die Beschäftigung so stark abgenommen wie seit annähernd 23 Jahren nicht mehr. Die Zuversicht der Dienstleister sei auf einen noch nie dagewesenen Tiefstwert gerutscht.

    „Aufgrund der Rekordeinbußen im Dienstleistungssektor wurde im deutschen Privatsektor insgesamt der stärkste Wachstumseinbruch seit Verfügbarkeit vergleichbarer Daten im Jahr 1998 verzeichnet“, hieß es in der Pressemitteilung.

    Darüber hinaus habe im März auch ein kräftiger und verstärkter Produktionsrückgang in der Industrie zu Buche geschlagen, der der markanteste seit April 2009 gewesen sei.

    Kein Land der Eurozone konnte sich dem Abwärtstrend entziehen

    Dienstleister der ganzen Eurozone verzeichneten dem Institut zufolge rekordhohe Geschäftseinbußen. Besonders finster sei die Lage in Italien und Spanien.

    „Unsere Daten deuten auf einen Einbruch der Eurozone-Wirtschaftsleistung von annähernd zehn Prozent hin, Schlimmeres scheint in naher Zukunft unausweichlich“, zitiert IHS Markit seinen Chef-Ökonomen Chris Williamson.

    Die Corona-Krise habe den Dienstleistungssektor besonders stark getroffen, da die Reise- und Tourismusbranche, das Gaststättengewerbe und die Freizeitindustrie massiv unter den erlassenen Restriktionen gelitten hätten.

    Coronavirus

    Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.

    Weltweit wurden nach WHO-Angaben bereits mehr als 972.000 Menschen in 206 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Registriert wurden bisher demnach 50.325 Todesopfer.

    Laut der Organisation wurden in Deutschland 79.696 Fälle der neuartigen Erkrankung festgestellt, 1017 davon endeten tödlich.

    mo/mt/rtr

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    Wirtschaft, Tourismus, Coronavirus, Deutschland