09:17 12 August 2020
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    Die Gruppe OPEC+ hat sich auf Förderkürzungen geeinigt und die Ölpreise sind daraufhin kräftig gestiegen: um 4,4 Prozent für ein Barrel der Nordseesorte Brent bzw. um 7 Prozent für ein Barrel des WTI. Ein Experte vom amerikanischen Verband der Öl- und Gasindustrie API (American Petroleum Institute) hat die Vereinbarung kommentiert.

    Die Teilnehmerländer der Gruppe OPEC+ haben am Sonntag, den 12. April vereinbart, die Ölproduktion zu drosseln und damit das Angebot an Rohöl zu verknappen. Ausgehend vom Förderstand im Oktober 2018 soll die Förderung im Mai und Juni um 23 Prozent, in den darauffolgenden Monaten bis Jahresende um 18 Prozent und bis Ende April 2022 schlussendlich um 14 Prozent reduziert werden. Im ersten Schritt wird die Fördermenge um 9,7 Millionen Barrel, im zweiten Schritt um 8 Millionen und schließlich um 6 Millionen Barrel verringert.

    Nach dieser Einigung ist der Ölpreis am Montag, den 13. April kräftig gestiegen: um 4,4 Prozent auf 33,22 Dollar für ein auf Juni terminiertes Barrel Brent bzw. um 7 Prozent auf 24,37 Dollar für ein im Mai fälliges Barrel WTI.

    Dennoch: Die Probleme des Öl- und Gassektors werden auch nach der jüngsten Vereinbarung der OPEC+ bestehen bleiben. Aber:

    „Die langfristige Nachfrage nach Öl ist stark“, sagt Mark Sommers, Präsident und CEO des American Petroleum Institute. „Prognosen zeigen, dass die Nachfrage nach Erdöl und -gas weltweit stark bleibt.“

    In den kommenden Wochen und Monaten stehe die Energiebranche „wie fast alle anderen auch“ vor ernsten Problemen, mahnt der Experte. Doch das Öl und das Gas wie auch die Menschen, die an der Förderung, am Transport und an der Verarbeitung dieser Rohstoffe beteiligt sind, leisten erheblichen Beitrag „zur Sicherung unserer wirtschaftlichen Erholung“, so Sommers in einer Mitteilung auf der Website des API.

    Vor der Pandemie des Coronavirus betrug die tägliche Ölnachfrage rund 100 Millionen Barrel. Seit dem Ausbruch der Pandemie ist die Nachfrage stark zurückgegangen, weshalb eine Anpassung der Fördermengen an den tatsächlichen Bedarf erforderlich geworden ist. Die Einigung der OPEC+ sei deshalb wichtig, erklärt API-Chef Sommers: „Die Vereinbarung … wird dazu beitragen, die Stabilität auf den Energiemärkten zu stützen“ – im Interesse der Verbraucher ebenso wie der Produzenten.

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    Tags:
    Ölpreis, Drosselung, Ölförderung, Erdöl, OPEC