01:10 14 Juli 2020
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    Die Internationale Energie-Agentur (IEA) rechnet laut dem Monatsbericht wegen der Coronavirus-Ausbreitung in diesem Jahr mit einem beispiellosen Nachfragerückgang nach Erdöl weltweit. Demnach soll es ein Rekord-Rückgang sein.

    „(…) Wir erwarten, dass die weltweite Nachfrage nach Erdöl im Jahre 2020 um 9,3 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zu 2019 sinken wird, was das zehnjährige Wachstum knapp ausradiert“, heißt es im April-Bericht der Agentur.

    Der Rückgang sei „historisch“, meldet AFP. Allein für April rechnet demnach die IEA mit einem Minus von 29 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zu April 2019. Im Mai dürfte die Nachfrage um 26 Millionen Barrel zurückgehen, im Juni immer noch um 15 Millionen Barrel.

    Der IEA- Exekutivdirektor Fatih Birol sagte dazu: „In einigen Jahren, wenn wir auf 2020 zurückblicken, werden wir wohl sehen, dass es das schlechteste Jahr in der Geschichte der globalen Ölmärkte war.“

    Ferner fügte er hinzu, dass der April als schlimmster Monat betrachtet und der „Schwarze April“ in der Geschichte der Ölindustrie sein werde.

    Neue Opec+-Vereinbarung

    Die im Verbund Opec+ vereinigten Ölproduzenten hatten sich am Sonntag auf eine Drosselung der Ölproduktion um 9,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) geeinigt. Die beispiellose Kürzung entspricht etwa zehn Prozent des weltweiten Angebots. Mexiko hatte sich bis zuletzt geweigert, die geforderten 400.000 Barrel beizusteuern und blieb bei seinem Angebot, 100.000 Barrel aus der Produktion zu nehmen. Die weiteren geforderten 300.000 Barrel pro Tag sollen die USA „ausgleichen“. Wegen der Haltung des zentralamerikanischen Landes verzögerten sich die Gespräche um vier Tage.

    ak/ae

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    Tags:
    OPEC, Barrel, IEA, Erdöl, Nachfrage