04:37 29 Oktober 2020
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    Laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) können wegen der Folgen der Corona-Krise rund 70.000 Hotel- und Gastronomiebetriebe bankrottgehen.

    Wie die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges gegenüber den deutschen Medien mitteilte, hätten 223.000 Betriebe in dieser Branche im April rund zehn Milliarden Euro Umsatz verloren.

    „Ohne zusätzliche staatliche Unterstützung steht jeder dritte Betrieb vor der Insolvenz“, warnte sie.

    Nach Ansicht von Hartges böten die diese Woche vorgestellten Lockerungen für andere Bereiche keine Aussichten für die Gastronomie.

    „Wir mussten als Erstes schließen und werden wohl auch am längsten zu leiden haben“, sagte Hartges.

    Der Verband fordere deshalb eine verantwortungsvolle Öffnung von Restaurants und Cafés sowie einen staatlichen Rettungsfonds mit Direkthilfen für Betriebe. Noch dazu halte der Verband die Absenkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent für notwendig.

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellte der Branche finanzielle Unterstützung in Aussicht.

    „Natürlich schauen wir genau, ob und wo wir gezielt weitere Hilfen benötigen“, sagte er gegenüber der Zeitung „Welt am Sonntag“.

    Ihm zufolge hat die Regierung in erster Linie jene Branchen im Blick, für die es noch nicht so schnell wieder losgeht.

    „Das Hotel- und Gaststättengewerbe gehört sicherlich dazu“, betonte Scholz.

    Allerdings müsse die geforderte Mehrwertsteuersenkung erst sorgfältig geprüft werden.

    Hilfspaket für deutsche Wirtschaft

    Ende März hatte die Bundesregierung zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür hatte das Kabinett gewaltige Summen aufgebracht. Das beschlossene Hilfspaket umfasst viele Bereiche: Kleine Firmen und Solo-Selbstständige wie Künstler und Pfleger sollen über drei Monate direkte Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro bekommen.

    ac/mt/rtr

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