12:44 23 Oktober 2020
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    Die Deutsche Bank soll nach Reuters-Angaben vier demokratischen US-Senatoren eine Antwort auf Fragen zu den Geschäftsbeziehungen zwischen der Bank und dem US-Präsidenten Donald Trump verweigert haben.

    Die Senatoren um die prominente Bankenkritikerin Elizabeth Warren hätten Anfang April den Bankchef Christian Sewing um Informationen gebeten und eine Frist bis zum 21. April zur Beantwortung der Fragen gesetzt, meldet die Agentur am Samstag.

    Ein Bericht der Zeitung „The New York Times“ soll die Senatoren aufgeschreckt haben. Demnach sollen Vertreter von Trumps Familienunternehmen, der Trump Organization, auf die Deutsche Bank zugegangen sein, um über einen Zahlungsaufschub zumindest bei einem Teil der Kredite zu sprechen.

    Bankgeheimnis

    Die Institution habe ihre Absage mit dem Bankgeheimnis erklärt, so Reuters unter Berufung auf ein Schreiben der Anwaltskanzlei der Bank, Akin Gump.

    „Wir hoffen, dass Sie verstehen, dass die Deutsche Bank die rechtlichen und vertraglichen Grenzen respektieren muss, die im Hinblick auf solche vertraulichen Informationen bestehen“, zitiert die Agentur aus dem Brief.

    Deutschlands größtes Geldhaus, das zu den größten Kreditgebern von Trump zählt, habe eine Stellungnahme zu dem Dokument abgelehnt. Bereits in der Vergangenheit hatte die Deutsche Bank auf Anfragen der Demokraten mit dem Verweis auf das Bankgeheimnis reagiert.

    Zahlungsaufschub für Trump?

    Seit Jahren fordern Kongressausschüsse und Staatsanwälte Auskunft zu Trumps Finanzen und beschäftigen damit regelmäßig die Gerichte. Das Thema ist inzwischen am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten anhängig.

    Die ursprünglich für Ende März anberaumte mündliche Verhandlung wurde wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschoben. Sie soll nun am 12. Mai stattfinden.

    mo/mt/rtr

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    Elizabeth Warren, Donald Trump, Deutsche Bank, USA, Deutschland