00:06 10 Juli 2020
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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (527)
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    Mehr als 30 Millionen Menschen in den USA haben seit der Zuspitzung der Covid-19-Pandemie im März ihren Job verloren. Dies teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit.

    In der Woche bis einschließlich 25. April belief sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe demnach auf 3,8 Millionen. In den fünf Wochen zuvor hätten bereits 26,4 Millionen Menschen ihren Job verloren – so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit. Die neue Gesamtzahl lag damit bei 30,2 Millionen seit Mitte März.

    Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie deuteten zuletzt auf einen dramatischen Konjunktureinbruch hin. Vor der Zuspitzung der Pandemie hatte die Zahl der Erstanträge noch regelmäßig unter 100.000 pro Woche gelegen.

    Die US-Arbeitslosenquote dürfte Experten zufolge bereits bei rund 15 Prozent liegen. Einen genauen Wert gibt es aber noch nicht, weil die Statistik zuletzt nicht mit der brachialen Geschwindigkeit der Jobverluste Schritt halten konnte. Neue Daten werden erst Ende kommender Woche veröffentlicht.

    Im Februar hatte die Arbeitslosenquote noch bei extrem niedrigen 3,5 Prozent gelegen.

    Im März waren in fast allen US-Bundesstaaten Ausgangsbeschränkungen verhängt worden, um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu bremsen. Damit kam das öffentliche Leben für die große Mehrheit der rund 330 Millionen Amerikaner zum Erliegen. Viele Mitarbeiter geschlossener Unternehmen müssen daher Arbeitslosenhilfe beantragen. Viele Amerikaner verlieren auch ihre Krankenversicherung oder können sich diese nicht mehr leisten, wenn sie ihren Job verlieren.

    Billionenschwere Konjunkturpakete

    Der US-Kongress und die Regierung haben bereits Konjunkturpakete in Höhe von rund 2,7 Billionen US-Dollar auf den Weg gebracht, um den Anstieg der Arbeitslosigkeit und das Einbrechen der Konjunktur abzubremsen. Davon sollen rund 650 Milliarden Dollar bereitstehen für ein Programm, das kleinen und mittelgroßen Unternehmen für die kommenden Monate weitgehend die Lohnkosten ersetzt, um den Anstieg der Arbeitslosigkeit zu begrenzen.

    Größte Konjunkturdelle seit globaler Finanzkrise

    Im vierten Quartal 2019 hatte das US-Wirtschaftswachstum 2,1 Prozent betragen. Von Januar bis einschließlich März ging die US-Wirtschaftsleistung auf das Jahr hochgerechnet im Vergleich zum Vorquartal um 4,8 Prozent zurück, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitgeteilt hatte. Es war die größte Konjunkturdelle seit der globalen Finanzkrise. Bei den Daten handelt es sich um die erste Schätzung, der Wert könnte daher Ende Mai oder Ende Juni noch korrigiert werden.

    In den USA haben sich nach Angaben der Johns Hopkins Universität bislang rund eine Million Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Rund 61.000 Infizierte sind gestorben.

    asch/ae/dpa

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    Covid-19, Coronavirus, Krise, Arbeitslosenquote, Arbeitslosigkeit, USA