06:43 24 Oktober 2020
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    Um das Abkommen der Opec+-Länder über die Reduzierung der Ölförderung umzusetzen, muss der Irak sich unter anderem mit den großen ausländischen Ölproduzenten über die Kürzungen einigen. Allerdings scheint die Regierung in Bagdad nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters Schwierigkeiten auf diesem Wege zu haben.

    Demnach beauftragte das Ölministerium die irakische nationale Ölgesellschaft Basra Oil Co. (BOC) damit, die Förderung aus ihren Ölfeldern um mindestens 700.000 Barrel zu kürzen, einschließlich der Felder, die von nationalen irakischen Ölgesellschaften betrieben werden. Es sei immer noch unklar, wie diese Reduzierung unter den ausländischen Unternehmen verteilt werden solle.

    Ölkonzerne wie BP, Exxon Mobil, Lukoil und Eni, die den Löwenanteil von Öl im Irak fördern, hätten sich bisher Forderungen nach Förderkürzungen widersetzt, berichtet die Nachrichtenagentur unter Verweis auf Quellen.

    „Die Gespräche mit ausländischen Unternehmen dauern noch an, und wir bemühen uns um eine Vereinbarung zur Drosselung der (Öl-)Produktion, ohne den Irak finanziell zu belasten“, sagte ein leitender Mitarbeiter der Basra Oil Co., der an den Verhandlungen teilnimmt, gegenüber der Nachrichtenagentur.

    Die Gespräche würden sich auf dem Ausmaß der Drosselung sowie Zeitplan der Reduzierung der Ölgewinnung konzentrieren. Der Zeitplan solle es den Unternehmen ermöglichen, während der Kürzung der Fördermengen planmäßige Wartungsarbeiten an den Ölfeldern durchzuführen.

    „Der Großteil der irakischen Produktion stammt aus den Feldern der ausländischen Firmen, und wir brauchen ihre Zusammenarbeit, um den Kürzungsdeal der OPEC+ einzuhalten“, sagte ein leitender BOC-Manager, der die Aktivitäten ausländischer Firmen im Süden des Landes beaufsichtigt.

    Die im Verbund Opec+ vereinten ölfördernden Länder hatten sich am 12. April darauf geeinigt, die gesamte Ölförderung im Mai und Juni um 9,7 Millionen Barrel pro Tag zu kürzen, um den Ölmarkt zu unterstützen. Der Irak soll eine Reduzierung von 1,061 Millionen Barrel pro Tag vornehmen.

    In der zweiten Jahreshälfte 2020 sollen die Opec+-Länder die Fördermengen um weitere 7,7 Millionen Barrel pro Tag verringern. Bis Ende April 2022 soll die Erdölförderung wiederum um 5,8 Millionen Barrel pro Tag reduziert werden.

    asch/ae/rtr

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    British Petroleum (BP), Exxon Mobil, ExxonMobil, LUKoil, ENI, Kürzung, Ölförderer, Ölförderung, Rohöl, Erdöl, Öl, OPEC, OPEC, Irak