01:32 11 Juli 2020
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    Die Quartalszahlen der Social-Media-Giganten Facebook und Twitter zeigen: Obwohl Menschen weltweit wegen Ausgangsbeschränkungen zuhause bleiben und mehr Zeit im Internet verbringen, müssen die Plattformen Umsatzeinbußen hinnehmen. Schuld sind wegbrechende Werbeeinnahmen.

    Auf den ersten Blick sieht Facebooks Bilanz für das erste Quartal 2020 gut aus: Die Erlöse sind gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen und lagen bei 17,7 Milliarden US-Dollar. Doch Facebooks Finanzchef David Wehner musste einräumen, dass infolge der Corona-Krise die Anzeigenbuchungen im März deutlich eingebrochen sind. So habe der Konzern in den ersten neun Wochen des laufenden Jahres noch ein Umsatzwachstum von 25 Prozent gehabt. Im März jedoch hätten die Erlöse um fünf Prozent nachgegeben.

    Besser als erwartet ist die Nutzerentwicklung verlaufen: Ende März lag die Zahl der aktiven Nutzer bei 2,6 Milliarden und übertraf die Zahl des vorhergehenden Quartals um vier Prozent. 1,73 Milliarden Facebook-Mitglieder loggen sich täglich ein. Das bedeutet ein Plus von elf Prozent im Jahresvergleich. Dass in vielen Ländern strickte Ausgangsbeschränkungen gelten, hat der Social-Media-Plattform in dieser Hinsicht zweifellos genutzt.

    Dramatischer sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie beim Kurznachrichtendienst Twitter. Dieser konnte mit einem Umsatz von 808 Millionen Dollar zwar ein Plus von drei Prozent am Quartalsende verzeichnen, rutscht damit aber trotzdem in die roten Zahlen. Zwar konnte auch Twitter gestiegene Nutzerzahlen verzeichnen, im Lichte der Corona-Krise sind aber zugleich die Anzeigenerlöse gefallen, weil Unternehmen derzeit weniger Geld dafür aufwenden wollen.

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    Tags:
    Verluste, Facebook, Twitter, Coronavirus