04:36 06 August 2020
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    Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums sind die Neuaufträge im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland wegen der Corona-Krise im März gegenüber dem Vormonat um 15,6 Prozent geschrumpft.

    Dabei handelt es sich demnach um den stärksten Rückgang seit Beginn der Statistik 1991. Ökonomen hatten laut Reuters zuvor nur mit einem Minus von zehn Prozent gerechnet.

    „Im Zuge des weltweiten Konjunkturschocks durch die Corona-Pandemie sowie der Maßnahmen zu ihrer Eindämmung sind die industriellen Auftragseingänge im März drastisch eingebrochen“, so das Ministerium.

    Ab März müsse man von kräftigen Produktionsrückgängen wegen der Corona-Krise ausgehen. Besonders betroffen waren die Produzenten von Investitionsgütern mit einem Minus von 22,6 Prozent. Die Aufträge aus dem Inland gingen im März um 14,8 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. Die Bestellungen aus dem Ausland verringerten sich sogar um 16,1 Prozent. Dabei gingen die Aufträge aus der Euro-Zone um 17,9 Prozent nach unten, die aus dem restlichen Ausland um 15 Prozent.

    Verlangsamung der Weltwirtschaft führt zur globalen Krise

    Zuvor hatte die Direktorin des Instituts für das Studium der internationalen Wirtschaftsbeziehungen, Wiktoria Perskaja, gegenüber der Agentur „Rossiya Segodnya“ erklärt, dass die Ausbreitung des Coronavirus die Nachteile der Globalisierung aufgezeigt habe. Die wirtschaftliche Sicherheit einzelner Länder gehe verloren. Der Gesamtverlust der Weltwirtschaft durch die Epidemie könne zwischen 300 und 500 Milliarden US-Dollar betragen. Alle Volkswirtschaften seien betroffen.

    ns/ae/rtr/sna

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    Tags:
    Ausland, Rückgang, Bundeswirtschaftsministerium, Krise, Coronavirus, Industrie, Deutschland