22:37 06 Juli 2020
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    Laut der im Auftrag der DZ Bank durchgeführten Umfrage zeigt sich der deutsche Mittelstand trotz herber Verluste infolge der Corona-Pandemie bisher insgesamt stabil.

    Die Sonderbefragung wurde im Auftrag der DZ Bank unter 1043 repräsentativ ausgewählten mittelständischen Unternehmen im April durchgeführt. Demnach hat jedes fünfte mittelständische Unternehmen bereits Förderkredite beantragt (21 Prozent). Rund 54 Prozent der Unternehmen haben ihre Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt, wobei nur 8,2 Prozent aller Firmen die Stellen abgebaut haben.

    „Es ist erfreulich, dass sich der Mittelstand trotz des schwierigen Marktumfelds kämpferisch zeigt und mehrheitlich nach alternativen Lösungen sucht, um Umsätze zu sichern“, fasste der DZ-Bank-Vorstand Uwe Berghaus die Ergebnisse zusammen.

    Allerdings werden viele Firmen wegen der Corona-Krise nach Ansicht der DZ-Bank-Ökonomen auf staatliche Unterstützung angewiesen sein, um die eigene Insolvenz zu vermeiden. Der Umfrage zufolge betrifft dies in erster Linie die Unternehmen aus der Metall-, Maschinenbau- und Automobilindustrie sowie aus dem Dienstleistungsgewerbe.

    Die Autoren der Studie betonen aber, dass die derzeitige Krise bislang kaum negative Auswirkungen auf das Baugewerbe zu haben scheine. Auch in der Chemie-, Pharma- und Kunststoffindustrie sehe es noch relativ gut aus, so die DZ-Bank-Ökonomen.

    „Insgesamt erfasst die Corona-Pandemie den Mittelstand aber wie kaum eine Krise zuvor“, so das Fazit der Studie.

    Zuvor hatte die Förderbank KfW mitgeteilt, dass 58 Prozent der etwa 3,8 Millionen Mittelständler in Deutschland im März Umsatzverluste hatten. Insgesamt büßte der Mittelstand nach KfW-Berechnungen etwa 75 Milliarden Euro ein und damit zwei Prozent seiner Jahresumsätze.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    Studie, Umfrage, wenig, Stellenabbau, Unternehmen, Krise, Pandemie, Coronavirus