03:33 14 Juli 2020
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    Die Coronakrise wird in vielen Branchen Jobs kosten. Eine erste Entlassungswelle ist bereits durch Gastronomie, Hotels und Reisebüros gerollt. Auch die Autobranche wird hart getroffen werden. Bis auf die Pharmaindustrie wird wohl keine Branche ungeschoren davonkommen.

    Beschäftigte zu entlassen oder befristete Verträge nicht zu verlängern, beschlossen im April bereits 58 Prozent der Betriebe in der Gastronomie, 50 Prozent derHotels und 43 Prozent der Reisebüros. Das ergibt sich aus der Konjunkturumfrage des ifo Instituts. In der Autobranche sind es 39 Prozent der Betriebe. „Von nun an schlägt die Krise auf den deutschen Arbeitsmarkt durch“, sagt dazu der Leiter der ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe. 

    Große Unterschiede je nach Branche

    Auch in anderen Branchen werden überdurchschnittlich viele Kündigungen ausgesprochen: Dies tun 57 Prozent der Unternehmen, die Arbeitskräfte vermitteln, 48 Prozent der Hersteller von Leder, Lederwaren und Schuhen,  30 Prozent der Druckereien und  29 Prozent der Hersteller von Metall-Erzeugnissen. Im Schnitt haben 18 Prozent der Betriebe in Deutschland Arbeitsplätze gestrichen.

    ​Weniger stark von Kündigungen bedroht sind Beschäftigte in Rechtsanwalts-, Wirtschaftsprüfer- und Steuerberater-Kanzleien mit fünf Prozent, Beschäftigte im Grundstücks- und Wohnungswesen mit zwei Prozent, auf dem Bau mit drei Prozent sowie in der chemischen Industrie mit fünf Prozent und in der pharmazeutischen Industrie mit null Prozent.

    Ganz Deutschland betroffen mit regionalen Unterschieden

    Auch regional gibt es Unterschiede: Besonders viele Betriebe in Baden-Württemberg (22 Prozent der Firmen) und in Bayern (20 Prozent) streichen Jobs. Besonders wenige sind es im Saarland und in Rheinland-Pfalz mit elf Prozent. Auch Ostdeutschland ist mit durchschnittlich 14 Prozent weniger betroffen.

    ​Das ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V. ist eine Münchner Forschungseinrichtung, die sich mit der Analyse der Wirtschaftspolitik beschäftigt und monatlich den ifo-Geschäftsklimaindex ermittelt.

    as

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