00:26 12 Juli 2020
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    Die Windindustrie Deutschlands sieht ihre künftige Entwicklung trotz der jüngsten Krise etwas optimistischer. Laut einer Mitteilung der Messe Hamburg zur Fachmesse WindEnergy sei der Negativtrend bei der Einschätzung der Marktaussichten gebrochen.

    Zwar bewerten die Hersteller von Windkraftwerken und die Betreiber von Windparks den deutschen Markt für das laufende Jahr mit einem Indexwert von minus 0,14 immer noch negativ, aber besser als vor einem halben Jahr mit minus 0,2. Für die nächsten zwei Jahre sei ein positiver Indexwert mit plus 0,27 zu erwarten.

    Laut der im März und April durchgeführten Online-Umfrage, an der über 1100 Marktakteure teilnahmen, erwartet die Branche zusätzliche Potentiale durch die fortschreitende Digitalisierung oder die Nutzung von grünem Wasserstoff. Die Stimmung habe sich sowohl für die Windenergie auf See als auch an Land verbessert, wo im vergangenen Jahr kaum neue Anlagen in Betrieb genommen wurden, hieß es.

    Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes Windenergie, sagte dazu: „Gefühlt kann es für viele Marktteilnehmer nicht schlechter werden als 2019. Dies schlägt sich in den Zahlen nieder.“ Das Verharren unter der Nulllinie mache aber deutlich, dass die Hoffnung in die aktuelle Bundesregierung gering sei. „Noch hat es die Koalition in der Hand, die Branche positiv zu überraschen“, sagte Albers. Ein starker Akzent im Konjunkturprogramm wäre dafür wichtig, ergänzte er.

    ls/sb/dpa

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