04:49 28 September 2020
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    Das staatliche saudische Ölunternehmen Saudi Aramco wird im Juni seine Öllieferungen in einige asiatische Regionen verringern. Die Lieferungen nach Europa und in die Vereinigten Staaten sollen rund um die Hälfte reduziert werden. Dies meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Verweis auf ihre Quellen.

    Demnach wird Saudi Aramco seine Juni-Exporte an mindestens ein Dutzend asiatische Kunden reduzieren.

    Laut acht der insgesamt zwölf Ölraffinerien in Asien geht es um eine wesentliche Kürzung der Lieferungen: Die vertraglich vereinbarten Mengen seien um 20 bis 30 Prozent oder mehr verringert worden.

    Am meisten seien Käufer in China und Indien betroffen. Einige hätten mit Aramco verhandelt, um mehr Rohöl zu bekommen. Drei weitere regionale Einkäufer hätten das Angeforderte erhalten.

    Die Käufer in Europa und den USA sollen etwa die Hälfte der Mengen bekommen, die sie normalerweise kaufen. Für einige Kunden von Saudi Aramco könnten die Einkäufe um bis zu 70 Prozent gekürzt werden, heißt es.

    Zuvor hatte Riad angekündigt, das Land werde seine Tagesproduktion freiwillig um eine Million Barrel reduzieren, zusätzlich zu den Kürzungen, zu denen sich die Saudis bereits im Rahmen des OPEC+-Abkommens verpflichtet haben.

    Vor einer Woche hatte der saudi-arabische Ölproduzent die Preise für die Juni-Lieferungen angekündigt. Dabei wurden die Preise für Juni für alle Regionen vor dem Hintergrund der Drosselung der Ölfördermengen im Rahmen des Opec+-Deals erhöht. Die größten Preiserhöhungen wurden für Käufer in Europa vorgenommen.

    Opec+-Abkommen

    Die im Verbund Opec+ vereinten ölfördernden Länder waren am 12. April übereingekommen, die gesamte Ölförderung im Mai und Juni um 9,7 Millionen Barrel pro Tag zu kürzen, um den Ölmarkt zu unterstützen.

    Als Ausgangsbasis soll für die meisten Länder das Ölförderniveau vom Oktober 2018 gelten, für Russland und Saudi-Arabien wurden die Fördervolumen von elf Millionen Barrel pro Tag als Ausgangpunkt gewählt. Die Fördermengen sollten zunächst um 23 Prozent und später um weitere 18 und 14 Prozent gekürzt werden.

    In der zweiten Jahreshälfte 2020 sollen die Opec+-Länder die Fördermengen also wiederum um 7,7 Millionen Barrel pro Tag kürzen. Bis Ende April 2022 sollen weitere 5,8 Millionen Barrel pro Tag aus der Produktion genommen werden.

    asch/ae

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    Kürzung, Öllieferungen, Öllieferung, Öl, Saudi Aramco, Saudi-Arabien