03:51 14 Juli 2020
SNA Radio
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    341
    Abonnieren

    Die weltweite Nachfrage nach Rohöl ist im April 2020 vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie im Jahresvergleich um etwa 25,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) täglich gesunken.

    Das geht aus dem Mai-Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hervor. Der Abwärtstrend wurde damit begründet, dass etwa vier Milliarden Menschen – gut die Hälfte der gesamten Erdbevölkerung – von diesen oder jenen Einschränkungen betroffen seien.

    WTI-Öl schließt an New Yorker Börse fester

    Berechnungen von IEA-Experten zufolge dürfte die globale Nachfrage nach Öl im zweiten Quartal um 19,9 Millionen Barrel pro Tag sinken. Die Prognose wirkte sich positiv auf die Preise aus: WTI-Öl verteuerte sich bei Juni-Termingeschäften an der New Yorker Börse um 3,6 Prozent auf 26,2 US-Dollar pro Fass.

    IEA rechnet weiterhin mit sinkender Nachfrage

    Die IEA rechnet damit, dass die Ölproduktion in Saudi-Arabien und anderen OPEC+-Ländern im Mai deutlich nach unten gedrückt sowie die Förderung in den USA und Kanada weiter zurückgefahren wird. Das Ziel des OPEC+-Deals besteht darin, die Nachfrage nach Rohöl und dessen Preise im globalen Maßstab zu stabilisieren.

    Ölpreis von 20 USD für Russland akzeptabel

    Der russische Ölförderer Gazprom Neft – Tochter des Gasgiganten Gazprom – hält indes die Ölgewinnung auch bei einem Barrelpreis von 20 US-Dollar für rentabel. In den ersten drei Monaten 2020 förderte Gazprom Neft 9,71 Millionen Tonnen Öl und lag somit in Russland an vierter Stelle hinter Rosneft, LUKoil und Surgutneftegaz.

    am/gs/ta

    Zum Thema:

    Aus Hongkong in USA geflohene Virologin offenbart „Wahrheit“ über Covid-19
    „Coronawahnsinn“ und „Maskenfetisch“- Carolin Matthie schießt scharf
    Putin nennt Grund für Verschlechterung der Beziehungen zu Ukraine
    Tags:
    Rückgang, Nachfrage, Bericht, IEA, Ölproduktion, International